Ratgeber · Wärmepumpe

Brauchwasserwärmepumpe: lohnt sich das?

Sie macht warmes Wasser aus Umgebungsluft statt aus teurem Strom im Heizstab. Wie sie funktioniert, wie viel Strom sie braucht, was sie kostet, wo das Gerät stehen muss und was viele über die Förderung falsch annehmen, erklären wir hier in Ruhe.

Andreas Marth, Geschäftsführer der Rieth GmbH
Andreas Marth Geschäftsführer · Rieth GmbH, Wiesbaden

Andreas Marth führt den Meisterbetrieb Rieth in Wiesbaden. Mit seinem Team plant und installiert er Wärmepumpen, Heizungen, Klima-, Lüftungs- und Sanitäranlagen im Rhein-Main-Gebiet. Die Ratgeber-Artikel prüft er fachlich.

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Aktualisiert 7. Oktober 2026 Lesezeit 11 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Brauchwasserwärmepumpe macht nur warmes Wasser, nicht die Heizung. Sie ersetzt den alten Warmwasserboiler.
  • Sie braucht rund ein Drittel des Stroms eines Elektroboilers, im Vierpersonenhaushalt etwa 600 bis 700 kWh im Jahr. Am meisten sparen Sie beim Austausch eines alten Heizstab-Speichers.
  • Ideal im unbeheizten Keller mit etwas Abwärme und zusammen mit einer Photovoltaikanlage.
  • Der Aufstellraum braucht genug Luftvolumen (Faustregel ab etwa 20 Kubikmetern) oder Luftkanäle nach außen.
  • Eine reine Brauchwasserwärmepumpe wird in der Regel nicht über die staatliche Heizungsförderung gefördert.

Was ist eine Brauchwasserwärmepumpe?

Eine Brauchwasserwärmepumpe, auch Brauchwasser-Wärmepumpe oder Warmwasser-Wärmepumpe genannt, ist ein Kompaktgerät: ein Warmwasserspeicher mit typischerweise 200 bis 300 Litern, auf dem eine kleine Luft-Wärmepumpe sitzt. Sie erzeugt nur das warme Wasser für Dusche, Bad und Küche, also Brauchwasser, und heizt keine Räume. Damit ersetzt sie einen alten Elektroboiler oder entlastet die Heizung, die sonst im Sommer nur fürs Warmwasser läuft.

Ob der Aufstellraum die nötige Luftmenge hergibt, klären wir vorab. Gerät, Aufstellung und Anschluss an die bestehende Warmwasserverteilung bekommen Sie bei uns als Brauchwasserwärmepumpe mit Einbau. Dieser Ratgeber erklärt Technik, Verbrauch, Kosten und Förderung neutral.

Wie funktioniert eine Brauchwasserwärmepumpe?

Eine Brauchwasserwärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank in umgekehrter Richtung. Ein Ventilator zieht Luft aus dem Aufstellraum an, ein Kältekreis entzieht dieser Luft die Wärme, und der Verdichter hebt sie auf Warmwassertemperatur an. Die gewonnene Wärme geht in den Speicher, die abgekühlte Luft wird wieder ausgeblasen.

Der Trick ist die Effizienz: Statt Strom direkt in Wärme umzuwandeln wie ein Heizstab, nutzt die Wärmepumpe den Strom nur, um vorhandene Umgebungswärme zu „pumpen". Aus etwa einer Kilowattstunde Strom werden grob drei Kilowattstunden Warmwasserwärme. Der genaue Wert (nach der Messnorm DIN EN 16147) hängt vom Gerät und von der Temperatur im Aufstellraum ab.

Gut zu wissen

Ein elektrischer Zusatzheizstab ist bei den meisten Geräten eingebaut. Er springt nur bei Spitzenbedarf oder für das regelmäßige Aufheizen gegen Legionellen ein, nicht im Normalbetrieb. Achten Sie darauf, dass die Legionellenschaltung aktiv ist. Was sonst zur Trinkwasserhygiene im Haus gehört, lesen Sie auf unserer Seite zu Legionellenschutz und Sanitärwartung. Welche Prüfpflichten im Mehrfamilienhaus gelten, erklärt der Ratgeber Legionellenprüfung.

Sie überlegen, Ihren alten Warmwasserboiler zu ersetzen? Wir sehen uns Ihren Aufstellraum an und sagen Ihnen ehrlich, ob sich der Wechsel lohnt.

Brauchwasser oder Heizung: was ist der Unterschied?

Das ist die wichtigste Unterscheidung, und die Quelle der meisten Missverständnisse. Eine Heizungswärmepumpe beheizt Ihr Gebäude und bereitet meist zusätzlich das Warmwasser auf. Eine Brauchwasserwärmepumpe macht nur das Warmwasser. Sie heizt keinen einzigen Heizkörper.

Deshalb ist sie kein Ersatz für Ihre Heizung, sondern ein Ersatz für den Warmwasserbereiter: den alten Elektroboiler, den Standspeicher mit Heizstab oder die Warmwasserbereitung über eine in die Jahre gekommene Öl- oder Gasheizung, die im Sommer nur fürs Duschwasser läuft.

MerkmalBrauchwasser-WPElektroboilerDurchlauferhitzerHeizungs-WP
Beheizt Räumeneinneinneinja
Macht Warmwasserjajajaja
Strombedarf fürs Warmwasserniedrighochhochniedrig
Braucht Aufstellraum mit Luftjaneinneinja (außen)
Über Heizungsförderung förderfähigallein nein, mit förderfähiger Heizung mitförderfähigneinneinja (Heizung; privat 30 bis 70 %, bis 80 % nur bei zu versteuerndem Haushaltseinkommen bis 30.000 €)
Rieth Monteur bei der Wärmepumpen-Installation
Vom Meisterbetrieb

Nur Warmwasser oder die ganze Heizung?

Ob nur Warmwasser oder die ganze Heizung: Wir beraten herstellerunabhängig, planen die passende Lösung und übernehmen Einbau und Anmeldung.

Mehr zur Wärmepumpe

Wo wird sie aufgestellt? Raumbedarf und Schall

Die Brauchwasserwärmepumpe steht im Haus, nicht draußen. Sie braucht Luft, aus der sie Wärme ziehen kann. Als Faustregel gilt ein Aufstellraum mit ausreichend Luftvolumen (grob ab etwa 20 Kubikmetern) oder alternativ zwei Luftkanäle nach außen. Ideal ist ein unbeheizter Keller oder Hauswirtschaftsraum, in dem ohnehin Abwärme anfällt.

  • Gute Aufstellorte sind Keller- oder Technikräume mit Wärmequellen wie Gefriertruhe, Waschmaschine oder Trockner.
  • Der Raum sollte über das Jahr nicht dauerhaft kalt sein, denn je wärmer die angesaugte Luft, desto effizienter arbeitet das Gerät.
  • Der Aufstellraum sollte nicht Ihr beheiztes Wohnzimmer sein, weil das Gerät dem Raum Wärme entzieht.
KellerraumSpeicher200 bis300 LiterHeizstabWärmepumpeRaumluft reinabgekühlte Luft rausWarmwasser zu Bad, KücheKaltwasserKondensat mitGefälle zum AbflussPlatzbedarf rund1 m Durchmesser,2,0 bis 2,3 mRaumhöheRaum ab etwa 20 m³Luft oder zweiLuftkanäle nachaußen, frostfrei,möglichst ab 10 °C
Brauchwasserwärmepumpe im Kellerraum, schematisch und ohne Maßstab: Ein Ventilator saugt Raumluft an, der Verdampfer im Kopf des Geräts entzieht ihr Wärme, der Verdichter hebt die Temperatur an, und ein Verflüssiger, oft außen um den Speicher gewickelt, gibt die Wärme an das Wasser ab. Der Heizstab springt nur bei Spitzenbedarf und für den Legionellenschutz ein. Platz- und Raumbedarf stammen aus den Angaben in diesem Ratgeber.
Nützlicher Nebeneffekt

Beim Betrieb kühlt und entfeuchtet die Wärmepumpe die angesaugte Luft leicht. In einem feuchten Keller ist das oft willkommen, weil es der Schimmelbildung entgegenwirkt. Von einer „Auskühlung der Wohnung" kann keine Rede sein.

Zum Schall: Verdichter und Ventilator erzeugen ein moderates Betriebsgeräusch, vergleichbar mit einem Haushaltsgerät. Im Keller stört das in aller Regel niemanden. Direkt neben oder unter einem Schlafzimmer sollte das Gerät trotzdem nicht stehen. Den passenden Aufstellort legen wir bei der Besichtigung gemeinsam fest.

Rieth Techniker im Gespräch mit einem Kunden zur Wärmepumpe
Beratung vor Ort

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Das lässt sich vor Ort in wenigen Minuten klären. Wir sehen uns den Aufstellraum an und sagen Ihnen ehrlich, was sinnvoll ist.

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Wie viel Strom verbraucht eine Brauchwasserwärmepumpe?

In einem Vierpersonenhaushalt verbraucht eine Brauchwasserwärmepumpe etwa 600 bis 700 Kilowattstunden Strom im Jahr, mit einer Jahresarbeitszahl von 3,5 auch nur 500 bis 600 kWh. So nennt es co2online, und der Rechenweg ist einfach: Pro Person rechnet co2online mit 35 Litern Warmwasser am Tag, die von 10 auf 40 Grad erwärmt werden. Das sind rund 1,23 Kilowattstunden Wärme am Tag oder etwa 450 Kilowattstunden im Jahr. Diesen Wärmebedarf teilen Sie durch die Jahresarbeitszahl des Geräts, gute Geräte erreichen laut Verbraucherzentrale drei bis vier.

Personen im HaushaltWärme fürs Warmwasser pro JahrStrom Brauchwasserwärmepumpe (JAZ 3)Strom Elektroboiler oder Durchlauferhitzer
1 Personrund 450 kWhrund 150 kWhrund 450 kWh
2 Personenrund 900 kWhrund 300 kWhrund 900 kWh
3 Personenrund 1.350 kWhrund 450 kWhrund 1.350 kWh
4 Personenrund 1.800 kWhrund 600 kWhrund 1.800 kWh

Die genauen Werte hängen von Ihrem Haushalt ab: Personenzahl, Warmwasserverbrauch, Temperatur im Aufstellraum und Strompreis. Die Richtung ist aber eindeutig. Elektroboiler und Durchlauferhitzer setzen Strom etwa eins zu eins in Wärme um, der Boiler verliert zusätzlich Wärme über den Speicher. Die Brauchwasserwärmepumpe braucht für dieselbe Warmwassermenge nur rund ein Drittel des Stroms, die Verbraucherzentrale nennt rund 70 Prozent weniger als bei elektrischen Warmwasserbereitern.

In Euro heißt das bei angenommenen 30 Cent je Kilowattstunde: Im Vierpersonenhaushalt kostet die Brauchwasserwärmepumpe rund 180 bis 210 Euro Strom im Jahr, ein Elektroboiler mit 1.800 Kilowattstunden und mehr rund 540 Euro. Am größten ist der Effekt also dort, wo bisher direkt mit Strom geheizt wurde, beim Austausch eines alten Elektro-Warmwasserboilers. Mit eigenem Photovoltaikstrom sinken die Kosten weiter. Eine belastbare Zahl bekommen Sie von uns im individuellen Angebot, abgestimmt auf Ihren Verbrauch.

„Eine Brauchwasserwärmepumpe nutzt Umweltwärme, um Wasser zu erwärmen. Dadurch benötigt sie ca. 70 % weniger Strom als herkömmliche elektrische Warmwasserbereiter."

Verbraucherzentrale Energieberatung, Brauchwasserwärmepumpe

Welche Speichergröße passt: 200 oder 300 Liter?

Für Haushalte mit bis zu vier Personen reicht in der Regel eine Brauchwasserwärmepumpe mit 200 Litern, ab fünf Personen passt eher ein Gerät mit 300 Litern. Die Verbraucherzentrale nennt als Faustregel etwa 50 Liter Speichervolumen pro Person, ein Vierpersonenhaushalt kommt damit auf rund 200 Liter. Der tägliche Verbrauch liegt darunter, co2online rechnet mit 35 Litern Warmwasser pro Person und Tag. Die Reserve braucht der Speicher, weil eine Wärmepumpe langsam nachheizt: Für 200 Liter nennen Hersteller laut co2online 6 bis 7 Stunden.

PersonenWarmwasser pro TagSpeicher nach Faustregel200 oder 300 Liter?
1 Personrund 35 Literrund 50 Liter200 Liter, auch kleiner möglich
2 Personenrund 70 Literrund 100 Liter200 Liter, auch kleiner möglich
3 Personenrund 105 Literrund 150 Liter200 Liter
4 Personenrund 140 Literrund 200 Liter200 Liter
5 Personenrund 175 Literrund 250 Liter300 Liter
6 Personenrund 210 Literrund 300 Liter300 Liter

Gerechnet ist mit 35 Litern Warmwasser je Person und Tag und mit 50 Litern Speichervolumen je Person. Die rechte Spalte nennt die kleinere der beiden gängigen Größen, die das Faustregel-Volumen abdeckt. Die meisten Geräte haben laut co2online 100 bis 300 Liter. Größer wählen sollten Sie, wenn morgens alle kurz nacheinander duschen oder die Badewanne oft genutzt wird: Wie groß der Speicher sein muss, hängt laut Verbraucherzentrale neben dem Nutzungsverhalten auch von den Armaturen ab und davon, ob der Verbrauch über den Tag verteilt ist. Zu groß sollte er aber nicht sein, denn ein überdimensionierter Speicher verliert mehr Wärme, heizt länger auf, kostet mehr und braucht mehr Platz.

Vorher den Aufstellraum messen

Ein Gerät mit Speicher braucht laut co2online meist Platz für einen Zylinder von etwa einem Meter Durchmesser und 2,0 bis 2,3 Metern Höhe. Prüfen Sie vor der Wahl zwischen 200 und 300 Litern deshalb die Raumhöhe, vor allem in niedrigen Kellern. Der Raum sollte frostfrei sein, möglichst mindestens 10 Grad haben und einen Abfluss für das Kondensat bieten. Was zum Luftvolumen gilt, steht im Abschnitt Aufstellort, Raumbedarf und Schall.

Was kostet eine Brauchwasserwärmepumpe?

Eine Brauchwasserwärmepumpe kostet laut co2online für ein Einfamilienhaus etwa 1.300 bis 5.000 Euro: Das Gerät liegt je nach Speichergröße und Betriebsart bei 1.000 bis 4.000 Euro, die Installation bei etwa 300 bis 1.000 Euro. Die Verbraucherzentrale nennt Anschaffungskosten ab 2.000 bis 3.000 Euro. In der Anschaffung liegt sie damit über einem einfachen Elektroboiler, im Betrieb deutlich darunter, und über die Nutzungsdauer gleicht die Ersparnis den Mehrpreis in der Regel aus. Laut co2online spart ein Vierpersonenhaushalt damit 85 bis 135 Euro im Jahr, gegenüber einem Elektroboiler ist sie deutlich größer.

Ratgeber und Angebot getrennt

Die Zahlen oben sind Marktspannen aus unabhängigen Quellen, keine Rieth-Preise. Ein Angebot für Gerät, Aufstellung und Anschluss bekommen Sie über die Seite zur Brauchwasserwärmepumpe mit Einbau vom Fachbetrieb. Den verbindlichen Festpreis nennen wir nach der Besichtigung vor Ort.

Wird eine Brauchwasserwärmepumpe gefördert?

Hier ist die häufigste Fehlannahme unterwegs, deshalb ganz klar: Eine reine Brauchwasserwärmepumpe wird in der Regel nicht über die staatliche Heizungsförderung gefördert. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) fördert den Austausch der Heizung, also die Wärmepumpe, die Ihr Gebäude beheizt. Ein Gerät, das nur Warmwasser macht, zählt nicht als förderfähiger Heizungstausch. Anders ist es, wenn sie zusammen mit einer förderfähigen Heizung, etwa einer Heizungswärmepumpe, oder einer förderfähigen Lüftungsanlage eingebaut wird: Dann ist sie laut Infoblatt der BEG mitförderfähig, sofern sie keine Luft aus beheizten oder gekühlten Räumen ansaugt.

Aus demselben Grund ersetzt eine Brauchwasserwärmepumpe allein beim Heizungstausch nicht die Heizung, die Ihre Räume wärmt. Wer die Heizungsförderung für Privathaushalte (grundsätzlich bis zu 70 Prozent, bis zu 80 Prozent nur bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro, Neuanträge ab dem 21.07.2026) nutzen möchte, braucht dafür die Wärmepumpe, die tatsächlich heizt.

Vorsicht bei Werbeversprechen

Angebote, die für eine reine Brauchwasserwärmepumpe pauschal „bis zu 80 Prozent Förderung" versprechen, vermischen zwei verschiedene Dinge. Bis zu 80 Prozent gibt es nur zusammen mit einer geförderten Heizung, etwa einer Wärmepumpe, die das Haus heizt, und nur bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro, mit Familienzuschlag bis 40.000 Euro. Regionale Programme oder Zuschüsse einzelner Stadtwerke können im Einzelfall greifen, das ist aber nicht die große Heizungsförderung. Wir prüfen die für Sie passenden Möglichkeiten individuell.

Stand: 10/2026. Förderregeln ändern sich laufend, wir gleichen sie vor jedem Angebot mit dem aktuellen Stand ab.

Für wen lohnt sich eine Brauchwasserwärmepumpe?

Sie ist selten die erste Wahl für alle, aber für einige Situationen fast ideal. Am deutlichsten lohnt sie sich, wenn mehrere dieser Punkte zusammenkommen:

  1. Sie haben einen alten ElektroboilerDer Wechsel bringt hier die größte Stromersparnis, weil bisher jede Kilowattstunde Warmwasser direkt aus dem Netz kam.
  2. Sie besitzen eine PhotovoltaikanlageDie Wärmepumpe kann den Sonnenstrom vom Dach in warmes Wasser „speichern". Mit SG-Ready-Steuerung läuft sie bevorzugt, wenn die Sonne scheint.
  3. Sie haben einen geeigneten AufstellraumEin unbeheizter Keller oder Hauswirtschaftsraum mit etwas Abwärme und genug Luftvolumen ist die beste Voraussetzung.
  4. Sie wollen die Heizung im Sommer entlastenEine alte Öl- oder Gasheizung muss dann nicht mehr nur fürs Warmwasser durchlaufen.

Wenn ohnehin eine Heizungswärmepumpe geplant ist, die das Warmwasser gleich miterledigt, ist eine separate Brauchwasserwärmepumpe meist überflüssig. Genau diese Abwägung nehmen wir mit Ihnen vor, bevor irgendetwas bestellt wird.

Wann ist eine Wärmepumpe nur für Warmwasser sinnvoll?

Eine Wärmepumpe nur für Warmwasser ist sinnvoll, wenn die Heizung bleiben soll, das warme Wasser aber günstiger werden muss: weil der alte Speicher ohnehin ersetzt wird, weil bisher ein Heizstab, eine Öl- oder eine Gasheizung das Wasser erwärmt oder weil Solarstrom vom eigenen Dach zur Verfügung steht. Wenig Sinn ergibt sie laut co2online, wenn bereits eine Wärmepumpe Heizung und Warmwasser übernimmt, wenn häufig spontan mehr als 300 bis 500 Liter Warmwasser gebraucht werden oder wenn der Platz für das Gerät fehlt.

Persönliche Einschätzung für Ihr Zuhause Wir schauen uns Ihren Warmwasserbedarf und den Aufstellraum an und sagen Ihnen unverbindlich, was sinnvoll ist. Ohne Verkaufsdruck.
Quellen und Grundlagen
  • Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und KfW zur Heizungsförderung.
  • Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, seit 29. Juli 2026 anstelle des Gebäudeenergiegesetzes): § 42 zu den Optionen beim Heizungstausch, § 43 zur Bio-Quote für neue Gas- und Ölheizungen ab 2029.
  • Umweltbundesamt (UBA), Verbraucherinformationen zur Warmwasserbereitung.
  • DIN EN 16147 als Messnorm für die Leistungszahl von Warmwasser-Wärmepumpen.
  • KfW und BAFA, Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen und Leistungen, Version 11.0 (09/2026), Nummer 4.1.3: Brauchwasserwärmepumpen sind mit einem förderfähigen Wärmeerzeuger oder einer förderfähigen Lüftungsanlage mitförderfähig, sofern sie keine Raumluft aus thermisch konditionierten Zonen nutzen.
  • Herstellerangaben zum Aufstellraum (abgerufen 07.10.2026): Mindestraumvolumen 13 m³ (Stiebel Eltron WWK 301 electronic) bis 20 m³ (Vaillant aroSTOR plus, Viessmann Vitocal 060-A, Daikin Altherma M HW), Mindestraumhöhe 2,10 m (Vaillant aroSTOR plus).
  • co2online, Warmwasser-Wärmepumpe: Kosten, Stromverbrauch und Rechenweg, Speichergrößen, Aufheizzeit, Aufstellort und Einsatzfälle (Stand 23.09.2026).
  • Verbraucherzentrale, „Wie erzeuge ich Warmwasser, wenn ich mit einer Wärmepumpe heize?“ (Stand 30.01.2026): Faustregel 50 Liter Speichervolumen pro Person, Brauchwasser-Wärmepumpe nicht zum Heizen geeignet.
  • Verbraucherzentrale Energieberatung, Brauchwasserwärmepumpe: Stromersparnis gegenüber elektrischen Warmwasserbereitern, Jahresarbeitszahl und Anschaffungskosten.
Ratgeber der Rieth GmbH · Meisterbetrieb aus Wiesbaden seit 1895 4,7 von 5 bei Google

Alle Bauarten im Vergleich zeigt unsere Übersicht zu Wärmepumpen in Wiesbaden und Umgebung.

Brauchwasserwärmepumpe mit Einbau Gerät, Aufstellung, Anschluss an die Warmwasserleitung und Entsorgung des alten Speichers aus einer Hand. Den Festpreis nennen wir nach der Besichtigung vor Ort.

Häufige Fragen zur Brauchwasserwärmepumpe

Was ist der Unterschied zwischen Brauchwasserwärmepumpe und Heizungswärmepumpe?
Eine Heizungswärmepumpe beheizt das Gebäude und bereitet meist zusätzlich das Warmwasser auf. Eine Brauchwasserwärmepumpe erzeugt ausschließlich warmes Wasser und ersetzt damit den Warmwasserbereiter, etwa einen alten Elektroboiler. Sie beheizt keine Räume.
Gibt es eine Brauchwasserwärmepumpe mit Heizungsunterstützung?
Nein. Eine Brauchwasserwärmepumpe erwärmt nur das Trinkwasser in ihrem Speicher und gibt keine Wärme an die Heizkörper ab, die Verbraucherzentrale nennt sie ausdrücklich ungeeignet zum Heizen. Je nach Modell lässt sie sich mit Zentralheizung, Solarthermie oder Photovoltaik koppeln, die Wärme fließt dabei aber immer in den Warmwasserspeicher. Wer auch die Räume mit einer Wärmepumpe heizen möchte, braucht eine Heizungswärmepumpe.
Wie viel Strom verbraucht eine Brauchwasserwärmepumpe?
In einem Vierpersonenhaushalt etwa 600 bis 700 Kilowattstunden im Jahr, mit einer Jahresarbeitszahl von 3,5 auch 500 bis 600 kWh. Rechenweg: Wärmebedarf fürs Warmwasser, rund 450 kWh je Person und Jahr, geteilt durch die Jahresarbeitszahl. Ein Elektroboiler braucht für dieselbe Menge rund dreimal so viel Strom.
Was kostet eine Brauchwasserwärmepumpe?
Laut co2online kostet eine Brauchwasserwärmepumpe im Einfamilienhaus etwa 1.300 bis 5.000 Euro, davon 1.000 bis 4.000 Euro für das Gerät und etwa 300 bis 1.000 Euro für die Installation. Im Betrieb kostet sie im Vierpersonenhaushalt bei 30 Cent je Kilowattstunde rund 180 bis 210 Euro Strom im Jahr. Eine reine Brauchwasserwärmepumpe wird in der Regel nicht über die Heizungsförderung gefördert.
Wo muss eine Brauchwasserwärmepumpe aufgestellt werden und wie viel Platz braucht sie?
Sie steht im Haus, meist im Keller oder Hauswirtschaftsraum, und braucht ausreichend Luftvolumen (grob ab etwa 20 Kubikmetern) oder Luftkanäle nach außen. Ideal ist ein unbeheizter Raum mit etwas Abwärme, zum Beispiel dort, wo Gefriertruhe oder Waschmaschine stehen.
Geht eine Brauchwasserwärmepumpe ohne Speicher?
In aller Regel nicht. Die meisten Geräte sind Kompaktgeräte mit eingebautem Speicher von 100 bis 300 Litern, daneben gibt es laut co2online Geräte ohne eingebauten Speicher, die mit einem separaten Speicher arbeiten. Der Speicher ist nötig, weil eine Wärmepumpe Wasser langsam erwärmt: Für 200 Liter nennen Hersteller 6 bis 7 Stunden. Warmes Wasser ganz ohne Speicher liefert ein elektrischer Durchlauferhitzer, der dafür deutlich mehr Strom braucht.
Ist eine Brauchwasserwärmepumpe förderfähig?
In der Regel nicht über die staatliche Heizungsförderung. Diese fördert die Wärmepumpe, die das Gebäude beheizt. Eine reine Brauchwasserwärmepumpe macht nur Warmwasser und gilt deshalb nicht als förderfähiger Heizungstausch. Zusammen mit einer förderfähigen Heizungswärmepumpe ist sie mitförderfähig, sofern sie keine Luft aus beheizten oder gekühlten Räumen ansaugt. Regionale Programme oder Zuschüsse einzelner Stadtwerke können im Einzelfall greifen. Stand: 10/2026.
Wie laut ist eine Brauchwasserwärmepumpe?
Verdichter und Ventilator erzeugen ein moderates Betriebsgeräusch, ähnlich einem Haushaltsgerät. Im Keller stört das in aller Regel nicht. Direkt neben oder unter einem Schlafraum sollte das Gerät dennoch nicht aufgestellt werden.
Lohnt sich eine Brauchwasserwärmepumpe zusammen mit einer Photovoltaikanlage?
Ja, das ist eine sehr gute Kombination. Die Wärmepumpe kann den selbst erzeugten Sonnenstrom in warmes Wasser umwandeln und ihn so nutzbar machen. Mit einer SG-Ready-Steuerung läuft sie bevorzugt dann, wenn die Photovoltaikanlage Überschuss liefert.
Lässt sich eine Brauchwasserwärmepumpe mit der Gasheizung kombinieren?
Ja. Laut co2online lässt sie sich mit jeder Art von Zentralheizung kombinieren, auch mit einer Gas- oder Ölheizung. Sie übernimmt dann das Warmwasser, und die Heizung kann im Sommer ganz abgeschaltet bleiben. Soll die Gasheizung auch beim Heizen entlastet werden, ist eine Heizungswärmepumpe als Ergänzung der Weg. Wie das geht, erklärt der Ratgeber Gasheizung mit Wärmepumpe nachrüsten.
Brauchwasserwärmepumpe oder Durchlauferhitzer: was ist sparsamer?
Für die gleiche Warmwassermenge braucht die Brauchwasserwärmepumpe nur rund ein Drittel des Stroms, weil sie Wärme aus der Raumluft nutzt. Ein Durchlauferhitzer wandelt Strom direkt in Wärme um, braucht dafür aber keinen Speicher und keinen Aufstellraum mit Luft. Wo ein geeigneter Kellerraum vorhanden ist und viel Warmwasser gebraucht wird, ist die Wärmepumpe im Betrieb klar sparsamer.
Kann ich damit meinen alten Warmwasserboiler ersetzen, und für wen lohnt es sich?
Ja, genau das ist der typische Einsatz. Am meisten lohnt sich der Wechsel, wenn Sie bisher einen Elektroboiler nutzen, einen geeigneten Aufstellraum haben und idealerweise eine Photovoltaikanlage besitzen. Wir prüfen das im Einzelfall vor Ort.