Ratgeber · Sanitär

Was kostet eine Badsanierung? Kostenaufbau, Kostentreiber und Förderung

Ein komplett saniertes Durchschnittsbad mit 7 bis 8 Quadratmetern kostet nach einer Branchenerhebung für die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft rund 28.000 bis 46.000 Euro, je nach Ausstattung. Wir zeigen, woraus sich der Preis zusammensetzt, was ihn nach oben treibt, wann es reicht, das Bad nur teilweise zu renovieren, und welche Zuschüsse und Steuervorteile es 2026 wirklich gibt. Alle Zahlen sind Marktwerte mit Quelle, keine Preise der Rieth GmbH.

Andreas Marth, Geschäftsführer und Betriebsleiter der Rieth GmbH
Andreas Marth Geschäftsführer und Betriebsleiter · Rieth GmbH, Wiesbaden

Andreas Marth ist seit 1996 Meister im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk. Mit seinem Team plant und baut er Bäder, Heizungen und Wärmepumpen im Rhein-Main-Gebiet. Die Ratgeber-Artikel prüft er fachlich.

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Veröffentlicht Lesezeit 13 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Komplettsanierung eines Durchschnittsbads mit 7 bis 8 m² kostet laut Branchenerhebung rund 28.400 Euro in Basis-, 34.350 Euro in mittlerer und 45.850 Euro in Komfortausstattung.
  • Rund 60 Prozent der Rechnung sind Arbeitskosten, rund 40 Prozent Material. Preise pro Quadratmeter führen bei kleinen Bädern oft in die Irre.
  • Teuer machen vor allem neue Leitungen im Altbau, eine bodengleiche Dusche mit Abdichtung, ein geänderter Grundriss und die Ausstattungslinie.
  • Bei Pflegegrad zahlt die Pflegekasse bis zu 4.180 Euro je Maßnahme. Der KfW-Zuschuss 455-B ist für 2026 ausgeschöpft, der Kredit 159 bleibt.
  • Nach § 35a EStG mindern 20 Prozent der Arbeitskosten die Steuer, höchstens 1.200 Euro im Jahr, aber nicht für öffentlich geförderte Maßnahmen.

Was kostet eine Badsanierung?

Die Komplettsanierung eines durchschnittlichen Badezimmers kostet nach der jüngsten Erhebung der Handwerkerkooperation bad&heizung, veröffentlicht von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS), zwischen rund 28.400 und 45.850 Euro. Grundlage ist ein Bad mit 7 bis 8 Quadratmetern, die Durchschnittsgröße deutscher Bäder. Eingerechnet sind neue Rohrleitungen sowie Elektro-, Maler-, Maurer- und Fliesenarbeiten. Mit Sonderwünschen können laut VDS auch 80.000 Euro pro Bad zusammenkommen.

Durchschnittswerte einer Erhebung der bad&heizung AG unter ihren Mitgliedsbetrieben, Oktober 2023, veröffentlicht von der VDS. Marktwerte, keine Preise der Rieth GmbH; regionale Unterschiede möglich.
AusstattungKomplettsanierung, Bad mit 7 bis 8 m²
Basisrund 28.400 Euro
Mittlere Ausstattungrund 34.350 Euro
Komfortrund 45.850 Euro
Mit Sonderwünschenauch rund 80.000 Euro möglich

Die Werte stammen aus einer Umfrage unter Fachbetrieben und sind nicht repräsentativ, aber es sind die aktuellsten Branchenzahlen für das komplette Bad. Sie liegen weit über dem, was viele erwarten: In einer forsa-Umfrage für die VDS hielten Verbraucher 2017 im Schnitt 9.200 Euro pro Bad für nötig. Ein Bad mittlerer Ausstattung ist laut VDS seit 2018 um 19,3 Prozent teurer geworden, und die Preise steigen weiter. Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden waren im Mai 2026 laut Statistischem Bundesamt 5,6 Prozent teurer als ein Jahr zuvor.

Sie wollen wissen, was Ihr Bad kostet? Wir kommen zum Aufmaß, prüfen Leitungen und Untergrund und machen Ihnen ein Festpreisangebot, in dem jede Position offen liegt.

Badsanierung: Kosten pro m² und nach Badgröße

Preise pro Quadratmeter sind beliebt, führen bei Bädern aber oft in die Irre. Ein großer Teil der Kosten fällt unabhängig von der Fläche an: Leitungen, Abwasser, Elektrik, WC, Waschtisch und Dusche braucht ein kleines Bad genauso wie ein großes. bad&heizung weist darauf hin, dass für diesen Sockelbetrag die Größe eher eine untergeordnete Rolle spielt. Kleine Bäder sind je Quadratmeter deshalb teurer.

Rechnet man die VDS-Werte auf die Fläche um, ergeben sich für ein Bad mit 7 bis 8 Quadratmetern rund 3.500 bis 6.500 Euro pro Quadratmeter. Portale nennen deutlich niedrigere Werte: Schwäbisch Hall 900 bis 3.500 Euro pro Quadratmeter, für die Sanierung durch einen Fachbetrieb aus einer Hand 3.000 bis 5.000 Euro, Aroundhome 1.200 bis 3.500 Euro. Der Unterschied zeigt vor allem, wie viel eingerechnet ist. Ein Bad ohne neue Leitungen, ohne Elektrik und ohne Koordination der Gewerke wirkt günstiger, als es am Ende ist.

Marktspannen aus den genannten Quellen, Stand 2023 bis 2026; OBI nennt Handwerkerkosten ohne Ausstattung. Keine Preise der Rieth GmbH.
BadgrößeMarktspanneQuelle
Gäste-WC, 3 bis 4 m²Handwerker rund 9.000 bis 12.000 Euro plus Ausstattung ab etwa 1.200 EuroOBI
Kleines Bad, 5 bis 7 m²Handwerker rund 15.000 bis 19.500 Euro plus AusstattungOBI
Durchschnittsbad, 7 bis 8 m²rund 28.400 bis 45.850 Euro komplettVDS, bad&heizung
Bad mit 10 m²rund 9.000 bis 35.000 EuroSchwäbisch Hall, Aroundhome
Mittleres Bad, 8 bis 12 m²Handwerker rund 21.000 bis 27.000 Euro plus Ausstattung ab 3.000 EuroOBI
Großes Bad, über 12 m²Handwerker ab rund 27.000 Euro plus AusstattungOBI

Für eine erste Einordnung taugen solche Spannen. Verbindlich wird der Preis erst nach einem Aufmaß, bei dem Leitungen, Untergrund und Wünsche feststehen.

Kostenaufbau: Woraus sich der Preis einer Badsanierung zusammensetzt

Eine Komplettsanierung besteht aus vielen Einzelposten und mehreren Gewerken. Den größten Anteil haben die Arbeitskosten: Hansgrohe und Schwäbisch Hall beziffern sie auf rund 60 Prozent der Rechnung, das Material auf rund 40 Prozent. Diese Posten gehören dazu:

Richtwerte netto: Einheitspreise des Baukosteninformationszentrums Deutscher Architektenkammern (BKI), Stand Q4/2025, Abwasserleitung Q4/2024, zitiert nach Schwäbisch Hall; Heizung nach hansgrohe. Laut BKI ist bei Einzelmaßnahmen mit Zuschlägen zu rechnen. Keine Preise der Rieth GmbH.
PostenWas dazugehörtRichtwert
Demontage und Entsorgungalte Fliesen, Wanne, WC und Waschtisch abbauen, Schutt entsorgenFliesen abbrechen ca. 65 €/m², Badewanne abbrechen ca. 190 €
Rohinstallationneue Wasser- und Abwasserleitungen, Vorwandelemente für WC und WaschtischAbwasserleitung DN 110 ca. 125 €/m
Abdichtung und EstrichVerbundabdichtung nach DIN 18534, Gefälle zum Ablauf, Ausgleich des Untergrundsje nach Fläche und Untergrund
FliesenMaterial und Verlegung an Wand und Bodenca. 115 bis 195 €/m² je nach Qualität
Sanitärobjekte und ArmaturenWC, Waschtisch, Dusche oder Wanne, Armaturen, MöbelWC wandhängend ca. 1.045 €, Waschtisch mit Armatur ca. 1.015 €, Duschwanne komplett ca. 1.370 €, Badewanne komplett ca. 1.920 €
Elektrik, Licht, LüftungStromkreise, Steckdosen, Beleuchtung, Lüfternach Aufwand
HeizungHandtuchheizkörper, auf Wunsch elektrische FußbodenheizungHandtuchheizkörper mit Einbau ca. 500 €, Heizmatten ca. 100 bis 170 €/m²
Trockenbau und MalerVorwand verkleiden, Decke, Anstrichnach Aufwand

Dazu kommen Planung, Schutz von Wohnung und Treppenhaus, Container und die Koordination der Gewerke. Fragen Sie nach, ob diese Posten im Angebot enthalten sind. Ob statt einer elektrischen Heizmatte eine wassergeführte Fußbodenheizung passt, erklärt der Ratgeber Fußbodenheizung nachrüsten.

Kostentreiber: Was eine Badsanierung teuer macht

  • Alte Leitungen im Altbau: Alte Bäder genügen modernen Standards oft nicht, schreibt die Verbraucherzentrale, das beginnt bei Warmwasserversorgung, Leitungen und Armaturen. Im Altbau wird deshalb meist komplett saniert. Bleileitungen mussten nach § 17 der Trinkwasserverordnung bis zum 12. Januar 2026 entfernt oder stillgelegt werden; eine Fristverlängerung kann nur das Gesundheitsamt auf Antrag gewähren, bis längstens 12. Januar 2036 nur, wenn das Trinkwasser allein dem eigenen Haushalt des Betreibers dient und keine Gesundheitsschäden zu befürchten sind.
  • Bodengleiche Dusche: Sie braucht eine Verbundabdichtung nach DIN 18534, ein sauberes Gefälle und einen tiefer liegenden Ablauf, oft mit neuen Abwasserleitungen. Laut Verbraucherzentrale lässt sie sich mit moderner Technik auch in den meisten Altbauten umsetzen. Maße und Lösungen für den Altbau stehen im Ratgeber barrierefreies Bad: Maße und Förderung.
  • Geänderter Grundriss: Wer WC oder Dusche versetzt, braucht neue Abwasserwege mit Gefälle. Laut Aroundhome wird es vor allem dann deutlich günstiger, wenn Grundriss und Leitungen erhalten bleiben.
  • Großformatige Fliesen: Je größer die Fliesen, desto ebener muss der Untergrund sein. Unebenheiten sind nach DIN 18157 vorher auszugleichen, oft mit einem zusätzlichen Arbeitstag.
  • Ausstattungslinie: Zwischen Basis- und Komfortbad liegen laut VDS-Erhebung rund 17.500 Euro. Armaturen waren 2025 laut Statistischem Bundesamt 27,7 Prozent teurer als 2021, Badewannen, Duschen und Waschbecken aus Kunststoff 21,0 Prozent.
  • Viele Gewerke: An einem Bad arbeiten Planer, Verputzer, Fliesenleger, Maler, Elektriker und federführend der Installateur, so die VDS. Jede Schnittstelle kostet Zeit, wenn sie nicht abgestimmt ist.
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Zur Badsanierung in Wiesbaden

Teilsanierung und Gäste-WC: Was günstiger geht

Nicht jedes Bad muss bis auf den Rohbau zurück. Sind Leitungen und Abdichtung in Ordnung, reicht oft eine Teilsanierung: neue Sanitärobjekte und Armaturen, eine Dusche statt der Wanne oder neue Fliesen. Auch die VDS nennt die Teilsanierung als Weg bei kleinerem Budget. Aroundhome nennt dafür Spannen von rund 5.000 bis 18.000 Euro, für eine ebenerdige Dusche mit Gefälleestrich, Ablauf, Abdichtung und Glaswand 4.500 bis 8.500 Euro. Manchmal genügt noch weniger: Sind nur die Fugen rissig oder schimmelig, hilft es, die Silikonfugen erneuern zu lassen.

Eine Teilsanierung reicht nicht, wenn Leitungen alt sind, die Abdichtung unter den Fliesen versagt hat oder Wände und Boden ohnehin geöffnet werden. Dann zahlt man doppelt, wenn später doch alles neu muss. Wer in einem Zug saniert, öffnet Wände und Böden nur einmal.

Gäste-WC sanieren

Das durchschnittliche Gäste-WC ist laut VDS 3,4 Quadratmeter groß. Für die Sanierung nennt OBI Handwerkerkosten von rund 9.000 bis 12.000 Euro plus Ausstattung ab etwa 1.200 Euro, Aroundhome für 3 Quadratmeter 3.600 bis 10.500 Euro. Die Spanne hängt vor allem daran, ob Leitungen erneuert werden und wie viel gefliest wird.

Förderung für die Badsanierung: Pflegekasse, KfW und Land Hessen

Eine allgemeine Förderung für ein neues Bad gibt es nicht. Zuschüsse gibt es, wenn das Bad barrierefrei oder pflegegerecht umgebaut wird. Für alle Programme gilt: erst beantragen, dann beauftragen.

Pflegekasse: bis 4.180 Euro je Maßnahme

Die Pflegekasse kann Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 1 bis 5 auf Antrag bis zu 4.180 Euro für Maßnahmen zahlen, die die häusliche Pflege ermöglichen oder erheblich erleichtern (§ 40 Abs. 4 SGB XI), laut Bundesgesundheitsministerium auch für den pflegegerechten Umbau des Badezimmers. Leben mehrere Pflegebedürftige in der Wohnung, gibt es bis zu 4.180 Euro je Person, zusammen höchstens 16.720 Euro je Maßnahme. Stellen Sie den Antrag vor Beginn der Arbeiten; die Verbraucherzentrale warnt, dass der Zuschuss sonst abgelehnt werden kann.

KfW: Zuschuss 455-B für 2026 ausgeschöpft, Kredit 159 bleibt

Den KfW-Zuschuss für Barrierereduzierung (Programm 455-B) können Sie 2026 nicht mehr beantragen, weil die Bundesmittel laut KfW ausgeschöpft sind. Werden 2027 erneut Mittel bereitgestellt, ist ein Antrag wieder möglich. Weiter verfügbar ist der Förderkredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ mit bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit, der ausdrücklich auch den Badumbau umfasst. Für dieselbe Maßnahme, etwa den Badumbau, lässt er sich nicht mit dem Zuschuss der Pflegekasse kombinieren; andere Maßnahmen wie ein Treppenlift können über den Kredit laufen.

Land Hessen: Zuschuss für den behindertengerechten Umbau

Die WIBank fördert den behindertengerechten Umbau von selbst genutztem Wohneigentum in Hessen mit einem Zuschuss von bis zu 50 Prozent, für den Um- oder Einbau eines Bades mit höchstens 5.500 Euro. Voraussetzung ist laut Förderrichtlinie ein Grad der Behinderung von mindestens 50 oder ein Pflegegrad ab 2. Aufträge dürfen vor der Bewilligung nicht erteilt sein, und andere öffentliche Fördermittel dürfen in der Regel nicht zusätzlich genutzt werden. Den Antrag nimmt die Wohnungsbauförderstelle der Stadt oder des Kreises entgegen. Kostenlos beraten lassen können Sie sich in Wiesbaden bei der Beratungsstelle barrierefreies Bauen und Wohnen der Stadt.

Steuervorteil: Handwerkerleistungen nach § 35a EStG

Wer keine öffentliche Förderung nutzt, kann einen Teil der Kosten von der Steuer absetzen. Nach § 35a Abs. 3 EStG mindern 20 Prozent der Arbeitskosten die Einkommensteuer, höchstens 1.200 Euro im Jahr. Das entspricht Arbeitskosten von 6.000 Euro. Begünstigt sind Lohn-, Maschinen- und Fahrtkosten, nicht das Material. Die Arbeitskosten müssen in der Rechnung ausgewiesen sein, und Sie müssen per Überweisung zahlen; Barzahlung wird nicht anerkannt. Der Höchstbetrag gilt je Kalenderjahr, maßgeblich ist das Jahr der Zahlung.

Für öffentlich geförderte Maßnahmen, für die Sie zinsverbilligte Darlehen oder steuerfreie Zuschüsse nutzen, gibt es den Steuerbonus nicht, auch nicht anteilig. Andere, nicht geförderte Einzelmaßnahmen bleiben begünstigt. Geplant ist eine Kürzung: Nach dem Regierungsentwurf des Einkommensteuerreformgesetzes 2027, den das Bundeskabinett am 2. September 2026 beschlossen hat, sollen ab 2027 nur noch 15 Prozent und höchstens 900 Euro gelten. Beschlossen hat das der Bundestag noch nicht (Stand 2. Oktober 2026).

Wie lange dauert eine Badsanierung?

Eine Komplettsanierung dauert laut VDS-Erhebung im Schnitt 15 Arbeitstage, also rund drei Wochen. Bei uns sind es für ein komplettes Bad meist 2 bis 3 Wochen, mit Leitungserneuerung oder neuem Grundriss auch 4. Dazu kommt die Vorlaufzeit für Aufmaß, Planung und Lieferung der Ausstattung. Eine Teilsanierung ist oft in wenigen Tagen erledigt. Der typische Ablauf:

  1. Beratung und AufmaßWünsche, Maße, Zustand von Leitungen und Untergrund.
  2. Planung und AngebotGrundriss, Ausstattung und ein Angebot mit allen Positionen.
  3. Demontage und RohinstallationAlte Ausstattung raus, neue Leitungen und Vorwände rein.
  4. Abdichtung, Fliesen und ElektrikVerbundabdichtung, Estrich, Fliesen, Leitungen für Licht und Lüfter.
  5. Endmontage und ÜbergabeSanitärobjekte, Armaturen, Silikonfugen, Abnahme.

Angebote vergleichen und Kosten sparen

Ein seriöses Angebot für eine Badsanierung entsteht nach einem Termin vor Ort. Achten Sie beim Vergleich auf diese Punkte:

  • Sind Demontage, Entsorgung und Container enthalten?
  • Sind neue Wasser- und Abwasserleitungen eingerechnet oder nur der Anschluss an die alten?
  • Ist die Abdichtung nach DIN 18534 als eigener Posten ausgewiesen?
  • Sind Elektrik, Trockenbau und Malerarbeiten dabei oder kommen sie später dazu?
  • Sind Sanitärobjekte und Fliesen mit Fabrikat und Preis benannt oder nur als Pauschale?
  • Gibt es einen Festpreis, oder wird nach Aufwand abgerechnet?
  • Weist die Rechnung die Arbeitskosten für § 35a getrennt aus?

Wo sich sparen lässt und wo nicht

Sparen lässt sich bei der Ausstattung, beim Fliesenformat und beim Grundriss: Wer WC, Waschtisch und Dusche an ihren Plätzen lässt, spart neue Abwasserwege. Eine Vorwandinstallation kann laut Verbraucherzentrale große Eingriffe in Wand und Boden vermeiden. Nicht sparen sollten Sie an Leitungen und Abdichtung. Sie verschwinden hinter den Fliesen, und ein Schaden dort kostet ein Vielfaches. Wie wir Bäder planen und zum Festpreis bauen, zeigt unsere Seite Badsanierung in Wiesbaden.

Stand: 10/2026. Marktpreise ändern sich mit Löhnen und Materialpreisen, Förderprogramme mit der Haushaltslage. Euro-Angaben sind Marktwerte aus den genannten Quellen, keine Preiszusage und keine Preise der Rieth GmbH.

Neues Bad in Wiesbaden? Festpreis statt Schätzung. Wir planen Ihr Bad, koordinieren alle Gewerke und machen nach dem Aufmaß ein Festpreisangebot. Zuschüsse prüfen wir mit. Unverbindlich und kostenlos beraten.
Quellen und Grundlagen
Ratgeber der Rieth GmbH · Meisterbetrieb aus Wiesbaden seit 1895

Häufige Fragen zu den Kosten einer Badsanierung

Was kostet eine komplette Badsanierung?
Für ein durchschnittliches Bad mit 7 bis 8 Quadratmetern rund 28.400 Euro in Basis-, 34.350 Euro in mittlerer und 45.850 Euro in Komfortausstattung, so eine Erhebung der bad&heizung AG für die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft von 2023. Mit Sonderwünschen können auch 80.000 Euro zusammenkommen. Eingerechnet sind neue Leitungen sowie Elektro-, Maler-, Maurer- und Fliesenarbeiten.
Was kostet eine Badsanierung pro Quadratmeter?
Portale nennen 900 bis 3.500 Euro (Schwäbisch Hall) oder 1.200 bis 3.500 Euro pro Quadratmeter (Aroundhome). Rechnet man die VDS-Branchenwerte auf ein Bad mit 7 bis 8 Quadratmetern um, sind es eher 3.500 bis 6.500 Euro. Weil Leitungen und Sanitärobjekte unabhängig von der Fläche anfallen, sind kleine Bäder je Quadratmeter teurer.
Was kostet die Sanierung eines 10 m² Bades?
Portale nennen dafür rund 9.000 bis 33.500 Euro (Schwäbisch Hall) oder 12.000 bis 35.000 Euro (Aroundhome). Die Branchenwerte der VDS liegen schon für ein Bad mit 7 bis 8 Quadratmetern bei 28.400 bis 45.850 Euro. Wer komplett mit neuen Leitungen saniert, sollte sich eher an diesen Werten orientieren.
Was kostet ein neues Gäste-WC?
OBI nennt für ein Gäste-WC mit 3 bis 4 Quadratmetern Handwerkerkosten von rund 9.000 bis 12.000 Euro plus Ausstattung ab etwa 1.200 Euro, Aroundhome für 3 Quadratmeter 3.600 bis 10.500 Euro. Entscheidend ist, ob Leitungen erneuert werden und wie viel gefliest wird.
Was kostet eine Teilsanierung im Bad?
Je nach Umfang nennt Aroundhome rund 5.000 bis 18.000 Euro, für eine ebenerdige Dusche mit Gefälleestrich, Ablauf und Abdichtung 4.500 bis 8.500 Euro. Eine Teilsanierung lohnt sich, wenn Leitungen und Abdichtung in Ordnung sind. Sonst zahlt man doppelt, wenn später doch alles neu muss.
Warum ist eine Badsanierung so teuer?
Weil viele Gewerke auf engem Raum zusammenarbeiten: Installateur, Fliesenleger, Elektriker, Trockenbauer und Maler. Rund 60 Prozent der Kosten sind Arbeitslohn. Dazu kommen Leitungen und Abdichtung, die man später nicht sieht, und gestiegene Preise: Armaturen waren 2025 laut Statistischem Bundesamt 27,7 Prozent teurer als 2021.
Was ist bei einer Badsanierung am teuersten?
Der größte Block sind die Arbeitskosten mit rund 60 Prozent der Rechnung. Bei den einzelnen Posten treiben vor allem neue Leitungen im Altbau, eine bodengleiche Dusche mit Abdichtung, ein geänderter Grundriss und eine hochwertige Ausstattung die Kosten. Zwischen Basis- und Komfortbad liegen laut VDS rund 17.500 Euro.
Gibt es eine Förderung für die Badsanierung?
Eine allgemeine Förderung für ein neues Bad gibt es nicht. Beim barrierefreien Umbau zahlt die Pflegekasse bei anerkanntem Pflegegrad bis zu 4.180 Euro je Maßnahme, in Hessen kommt der Zuschuss der WIBank für den behindertengerechten Umbau infrage. Der KfW-Zuschuss 455-B ist für 2026 ausgeschöpft, der Kredit 159 bleibt.
Kann ich eine Badsanierung von der Steuer absetzen?
Ja, die Arbeitskosten. Nach § 35a EStG mindern 20 Prozent der Lohn-, Maschinen- und Fahrtkosten die Einkommensteuer, höchstens 1.200 Euro im Jahr. Material zählt nicht, gezahlt werden muss per Überweisung. Für öffentlich geförderte Maßnahmen gilt der Steuerbonus nicht. Ab 2027 sollen laut Regierungsentwurf nur noch 15 Prozent und höchstens 900 Euro gelten.
Wie lange dauert eine Badsanierung?
Laut VDS-Erhebung im Schnitt 15 Arbeitstage. Bei Rieth dauert ein komplettes Bad meist 2 bis 3 Wochen, mit Leitungserneuerung oder neuem Grundriss auch 4. Dazu kommen Aufmaß, Planung und Lieferzeit der Ausstattung. Eine Teilsanierung ist oft in wenigen Tagen erledigt.