Ratgeber · Wärmepumpe

Erdwärmepumpe: Sonde oder Kollektor, Kosten und Genehmigung

Die Erdwärmepumpe holt sich die Heizenergie aus dem gleichmäßig warmen Boden statt aus der Außenluft. Das macht sie besonders effizient, verlangt aber eine Bohrung oder viel Gartenfläche. Wir erklären den Unterschied zwischen Erdsonde und Flächenkollektor, was eine Sole-Wasser-Wärmepumpe kostet und wann sie sich gegenüber der Luft-Wärmepumpe wirklich lohnt.

Andreas Marth, Geschäftsführer der Rieth GmbH
Andreas Marth Geschäftsführer · Rieth GmbH, Wiesbaden

Andreas Marth führt den Meisterbetrieb Rieth in Wiesbaden. Mit seinem Team plant und installiert er Wärmepumpen, Heizungen, Klima-, Lüftungs- und Sanitäranlagen im Rhein-Main-Gebiet. Die Ratgeber-Artikel prüft er fachlich.

Aktualisiert 14. Juli 2026 Lesezeit 8 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Erdwärmepumpe (Sole-Wasser-Wärmepumpe) nutzt die konstante Erdwärme von ganzjährig etwa 8 bis 13 Grad und arbeitet dadurch sehr effizient.
  • Zwei Wege, die Erde zu erschließen: die vertikale Erdsonde (Bohrung, wenig Fläche) oder der horizontale Flächenkollektor (viel Garten, keine Bohrung).
  • Für eine Bohrung ist eine Anzeige oder Genehmigung nötig. In Hessen ist das HLNUG die fachliche Stelle. Was für Ihr Grundstück gilt, prüfen wir vorab.
  • Die Jahresarbeitszahl liegt meist bei 4 bis 5 und damit über der Luft-Wärmepumpe. Am effizientesten mit Flächenheizung und niedriger Vorlauftemperatur.
  • Die Anschaffung liegt über einer Luft-Wärmepumpe, vor allem wegen der Erschließung. Belastbare Zahlen gibt es erst nach einem Blick auf Ihr Grundstück.

Was ist eine Erdwärmepumpe?

Eine Erdwärmepumpe, fachlich Sole-Wasser-Wärmepumpe, gewinnt ihre Heizenergie aus dem Erdreich. Schon wenige Meter unter der Oberfläche ist es das ganze Jahr über gleichmäßig warm, je nach Tiefe konstant etwa 8 bis 13 Grad. Diese oberflächennahe Geothermie stört weder Frost im Winter noch Hitze im Sommer. Genau darin liegt der Vorteil gegenüber der Luft-Wärmepumpe, die im Winter mit kalter Außenluft arbeiten muss.

Technisch zirkuliert ein frostsicheres Wasser-Gemisch, die sogenannte Sole, in einem geschlossenen Rohrkreis durch den Boden. Die Sole nimmt die Erdwärme auf und gibt sie im Haus an die Wärmepumpe ab. Deren Kältekreis hebt das niedrige Temperaturniveau auf eine nutzbare Heiztemperatur an und speist es in Heizung und Warmwasser ein. Wie dieser Kältekreis im Detail funktioniert und wovon der Stromverbrauch abhängt, lesen Sie in unserem Grundlagen-Ratgeber zur Funktion und zum Verbrauch der Wärmepumpe. Hier geht es um den speziellen Typ, der die Erde als Quelle nutzt.

Ein sichtbarer Unterschied fällt sofort auf: Eine Erdwärmepumpe braucht kein Außengerät im Garten und keinen Ventilator. Die gesamte Technik steht im Haus, im Boden liegt nur der stille Solekreis. Damit entfallen zwei Punkte, die bei der Luft-Wärmepumpe oft diskutiert werden, nämlich Betriebsgeräusch und Optik der Außeneinheit.

Sie überlegen, auf Erdwärme umzusteigen? Wir sehen uns Ihr Grundstück an und sagen Ihnen ehrlich, ob sich Erdwärme im Rhein-Main-Gebiet für Sie rechnet.

Erdsonde oder Flächenkollektor?

Das ist die zentrale Entscheidung bei jeder Erdwärmepumpe, denn die Wärmepumpe selbst ist bei beiden Wegen ähnlich. Der Unterschied liegt darin, wie die Wärme aus dem Boden geholt wird. Es gibt zwei Hauptvarianten, und welche passt, entscheidet vor allem Ihr Grundstück.

MerkmalErdsonde (vertikal)Flächenkollektor (horizontal)
VerlegungBohrung, meist bis rund 100 MeterRohre in 1,2 bis 1,5 Meter Tiefe
Platzbedarfsehr gering, nur der Bohrpunktgroße freie Fläche, grob das Ein- bis Zweifache der Wohnfläche
Bohrung nötigjanein
Erschließungskosten (Tendenz)höherniedriger
Effizienz (Tendenz)sehr konstant, leicht höheretwas witterungsabhängiger
Passt zukleinem Grundstück, auch im BestandNeubau mit großem, freiem Garten

Die Erdsonde ist eine senkrechte Bohrung, in die U-förmige Rohre eingebracht werden. Weil sie in die Tiefe geht, braucht sie an der Oberfläche kaum Platz und eignet sich auch für kleinere Grundstücke. Der Aufwand steckt in der Bohrung selbst, die eine Fachfirma mit Bohrgerät ausführt und die angezeigt oder genehmigt werden muss.

Der Flächenkollektor, auch Erdkollektor genannt, liegt flach und großflächig unterhalb der Frostgrenze. Er kommt ohne Tiefbohrung aus und ist in der Erschließung meist günstiger, verlangt aber viel unversiegelte Gartenfläche, die später nicht überbaut oder tief bewurzelt werden sollte. Das macht ihn vor allem im Neubau mit großzügigem Garten interessant.

Wo weder eine tiefe Bohrung noch eine große Fläche möglich ist, helfen Sonderformen als Kompromiss: Grabenkollektoren und Ringgrabenkollektoren verlegen die Sole in schmalen Gräben statt flächig, Erdwärmekörbe und Spiralkollektoren wickeln die Rohre auf kleinerem Raum, und ein Energiezaun nutzt eine senkrechte Kollektorfläche entlang der Grundstücksgrenze. Welche Variante technisch und wirtschaftlich passt, hängt von Bodenbeschaffenheit, Fläche und Wärmebedarf ab.

Gut zu wissen

Erdsonde und Flächenkollektor halten deutlich länger als die Wärmepumpe selbst. Als grobe Orientierung: Das Gerät läuft rund 20 Jahre, die Erschließung im Boden gilt als über 50 Jahre nutzbar, weil dort keine beweglichen Teile arbeiten. Die einmal verlegte Quelle kann also mehrere Gerätegenerationen überdauern.

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Genehmigung, Anzeige und Ablauf

Eine Erdwärmebohrung greift in den Untergrund und damit oft in den Bereich des Grundwassers ein. Deshalb ist sie nicht frei, sondern anzeige- oder genehmigungspflichtig. Zuständig ist in der Regel die untere Wasserbehörde, in Wasserschutzgebieten gelten strengere Regeln, bis hin zum Bohrverbot. Bei sehr tiefen Bohrungen kann zusätzlich die Bergbehörde beteiligt sein. Ein Flächenkollektor kommt meist mit einer einfacheren Anzeige aus, weil keine tiefe Bohrung erfolgt.

In Hessen ist das HLNUG, das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie, die fachliche Stelle für die geothermische Nutzung des Untergrunds. Es bewertet die Standortbedingungen und liefert die geologische Grundlage für das behördliche Verfahren. Ob Ihr Grundstück im Rhein-Main-Gebiet in einem Schutzgebiet liegt und welche Auflagen konkret gelten, lässt sich nur standortbezogen klären. Genau diesen Vorbehalt sollten Sie ernst nehmen: Verbindlich ist erst die Auskunft für Ihre Adresse.

Wichtig vor der Planung

Ob eine Erdwärmebohrung an Ihrer Adresse zulässig ist und welches Verfahren greift, muss vor jeder Zusage geprüft werden. Angebote, die eine Bohrung ohne Standortprüfung garantieren, sind unseriös. Wir holen die nötige Auskunft ein und stimmen die Bohranzeige mit der Behörde ab, bevor irgendetwas verbindlich wird.

Ist die Machbarkeit geklärt, läuft ein Erdwärme-Projekt in geordneten Schritten ab:

  1. Machbarkeit vor Ort prüfenHeizlast des Hauses, Grundstücksfläche, Zufahrt für das Bohrgerät und die Frage, ob ein Wasserschutzgebiet betroffen ist.
  2. Anzeige oder Genehmigung einholenBohranzeige bei der zuständigen Behörde, in Hessen mit Blick auf die Vorgaben des HLNUG.
  3. Quelle erschließenBohrung und Einbau der Erdsonde durch die Fachfirma oder Aushub und Verlegung des Flächenkollektors.
  4. Wärmepumpe einbauenGerät aufstellen, Sole- und Heizkreis anschließen, Warmwasserspeicher einbinden.
  5. In Betrieb nehmenSoledruck und Frostschutz prüfen, hydraulischer Abgleich und Einregulierung für einen effizienten Betrieb.

Was kostet eine Erdwärmepumpe?

Bei den Kosten muss man ehrlich sein: Die Angaben gehen weit auseinander. Je nach Quelle liegen die Gesamtkosten für ein Einfamilienhaus grob zwischen etwa 19.000 und 60.000 Euro. Diese Spanne ist kein Zufall, sondern spiegelt echte Unterschiede wider, bei Gerätequalität, Bodenklasse, Bohrtiefe und Region. Eine seriöse Pauschale gibt es deshalb nicht, und wir nennen hier bewusst keine Rieth-Festzahl.

Sinnvoller ist es, die Kosten in drei Blöcke zu zerlegen, die sich unabhängig voneinander bewegen:

  • Wärmepumpe (Gerät): das Kernstück inklusive Speicher und Regelung. Hier spannt sich der Bogen vom Standardgerät bis zum Premiummodell weit auf.
  • Installation im Haus: Anschluss an Heizkreis und Warmwasser, hydraulischer Abgleich, Inbetriebnahme.
  • Erschließung im Boden: der entscheidende Unterschied. Ein Flächenkollektor ist meist deutlich günstiger, eine Erdsonde teurer, weil Bohrung und je nach Fall ein Bodengutachten hinzukommen.

Weil die Erschließung so stark schwankt, entscheidet gerade der Boden über den Endpreis. Eine tiefe Bohrung in schwierigem Untergrund kostet ein Vielfaches eines flachen Kollektors im weichen Boden. Ein individuelles Angebot mit belastbaren Zahlen erstellen wir erst nach der Grundstücksbesichtigung. Auf Wunsch besprechen wir dabei auch ein Ratenmodell, damit die höhere Anschaffung planbar bleibt.

Förderung im Umbruch

Für Neuanträge ab dem 21.07.2026 gilt die neu geregelte staatliche Heizungsförderung (BEG). Der Förderdeckel von bis zu 80 Prozent gilt nur für private Selbstnutzer und nur bis zu einer gedeckelten förderfähigen Summe. Wir gleichen die für Sie geltenden Sätze vor jedem Angebot mit dem aktuellen Stand ab. (Stand: 07/2026.)

Effizienz und Stromverbrauch

Der große Pluspunkt der Erdwärmepumpe ist ihre Effizienz. Weil das Erdreich ganzjährig gleichmäßig warm ist, muss die Wärmepumpe die Temperatur nur um einen relativ kleinen Betrag anheben. Das schlägt sich in der Jahresarbeitszahl (JAZ) nieder, dem realen Verhältnis von erzeugter Wärme zu eingesetztem Strom über ein ganzes Jahr. Erdwärmepumpen erreichen häufig eine JAZ von 4 bis 5, während Luft-Wärmepumpen eher bei etwa 2,5 bis 4 liegen. Vereinfacht heißt das: Aus einer Kilowattstunde Strom werden vier bis fünf Kilowattstunden Wärme.

„Dank der konstanten Temperatur im Erdreich erreichen Sole-Wasser-Wärmepumpen über das Jahr besonders hohe Arbeitszahlen und benötigen für die gleiche Wärmemenge weniger Strom als Luft-Wärmepumpen."

Sinngemäß nach Verbraucherzentrale, Informationen zu Wärmepumpen

Damit dieses Potenzial aufgeht, muss die Heizung im Haus zur Wärmepumpe passen. Am effizientesten arbeitet sie mit einer niedrigen Vorlauftemperatur, idealerweise bei rund 50 Grad oder darunter. Das gelingt am besten mit einer Flächenheizung wie einer Fußbodenheizung oder mit großzügig ausgelegten Heizkörpern. Wie viel Strom am Ende zusammenkommt, hängt vom Wärmebedarf des Gebäudes ab: Für ein Einfamilienhaus liegt der Verbrauch je nach Dämmzustand grob im Bereich mehrerer Tausend Kilowattstunden pro Jahr. Eine Erdsonde ist dabei tendenziell etwas sparsamer als ein Flächenkollektor.

Auf die richtige Auslegung achten

Ein zu knapp dimensionierter Flächenkollektor kann dem Boden mehr Wärme entziehen, als nachfließt. Dann kühlt das Erdreich zu stark aus und die Effizienz sinkt. Deshalb gehört zu jeder Erdwärmepumpe eine saubere Auslegung von Heizlast und Quellenfläche. Diese Berechnung übernehmen wir, damit die Anlage dauerhaft sparsam läuft.

Erdwärme oder Luft-Wärmepumpe?

Die Erdwärmepumpe ist nicht automatisch die bessere Wärmepumpe, sondern die richtige Wahl in bestimmten Situationen. Beide Systeme heizen zuverlässig, sie unterscheiden sich in Aufwand, Anschaffung und langfristiger Effizienz. Als Orientierung hilft die folgende Abwägung.

Eine Erdwärmepumpe spielt ihre Stärken aus, wenn das Grundstück eine Bohrung oder ausreichend Kollektorfläche erlaubt, der Wärmebedarf hoch ist, etwa im größeren oder weniger stark gedämmten Haus, Sie langfristig planen und die höhere Anfangsinvestition über viele Jahre niedriger Stromkosten wieder hereinholen wollen, oder wenn ein Außengerät aus Platz- oder Optikgründen nicht infrage kommt.

Eine Luft-Wärmepumpe ist oft die klügere Wahl, wenn das Budget knapper ist, kein Platz für Bohrung oder Kollektor besteht oder es schnell gehen soll, denn sie kommt ohne Erschließung des Bodens aus. In einem gut gedämmten Haus mit Flächenheizung liefert sie ebenfalls solide Werte. Die grundsätzlichen Kompromisse jeder Wärmepumpe, von der Anschaffung bis zur Altbau-Eignung, ordnen wir im Ratgeber zu den Nachteilen der Wärmepumpe ein.

Welches System auf Ihrem Grundstück im Rhein-Main-Gebiet die bessere Wahl ist, lässt sich nicht am Schreibtisch entscheiden. Wir schauen uns Boden, Fläche, Zufahrt und Wärmebedarf an und sagen Ihnen ehrlich, ob sich Erdwärme lohnt oder ob eine Luft-Wärmepumpe das sinnvollere Ergebnis bringt.

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Quellen und Grundlagen
  • Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und KfW zur Heizungsförderung. Neuregelung ab 21. Juli 2026 beachten.
  • Gebäudeenergiegesetz (GEG) zur Vorgabe von 65 Prozent erneuerbarer Energie bei neu eingebauten Heizungen.
  • HLNUG, Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie, Hinweise zur oberflächennahen Geothermie und zu Erdwärmesonden.
  • VDI 4640 als Regelwerk zur thermischen Nutzung des Untergrunds.
  • Umweltbundesamt (UBA) und Verbraucherzentrale, Verbraucherinformationen zu Wärmepumpen und Arbeitszahlen.
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Häufige Fragen zur Erdwärmepumpe

Erdsonde oder Erdkollektor: was passt zu meinem Grundstück?
Das hängt vor allem von Platz und Boden ab. Eine Erdsonde braucht nur einen Bohrpunkt und passt auch auf kleinere Grundstücke, verlangt aber eine Bohrung. Ein Flächenkollektor kommt ohne Bohrung aus, benötigt dafür viel freie Gartenfläche unterhalb der Frostgrenze und eignet sich vor allem im Neubau. Welche Variante technisch und wirtschaftlich passt, klären wir mit einer Machbarkeitsprüfung vor Ort.
Brauche ich für die Erdwärmebohrung eine Genehmigung, und wer erteilt sie?
Ja, eine Erdwärmebohrung ist anzeige- oder genehmigungspflichtig. Zuständig ist in der Regel die untere Wasserbehörde, in Wasserschutzgebieten gelten strengere Regeln. In Hessen ist das HLNUG die fachliche Stelle für die geothermische Nutzung des Untergrunds. Ob und wie eine Bohrung an Ihrer Adresse zulässig ist, muss vor jeder Zusage standortbezogen geprüft werden.
Wie viel kostet eine Erdwärmepumpe im Vergleich zur Luft-Wärmepumpe wirklich?
Eine Erdwärmepumpe ist in der Anschaffung teurer, vor allem wegen der Erschließung des Bodens. Je nach Quelle liegen die Gesamtkosten für ein Einfamilienhaus grob zwischen etwa 19.000 und 60.000 Euro, abhängig von Gerät, Bohrtiefe und Bodenklasse. Im Betrieb ist sie dank hoher Effizienz sparsamer. Eine seriöse Zahl gibt es nur nach einer Grundstücksbesichtigung. Stand: 07/2026.
Wie viel Strom verbraucht eine Erdwärmepumpe pro Jahr?
Das hängt vom Wärmebedarf des Gebäudes ab. Für ein Einfamilienhaus liegt der Stromverbrauch je nach Dämmzustand grob im Bereich mehrerer Tausend Kilowattstunden pro Jahr. Dank der konstanten Erdtemperatur erreicht eine Erdwärmepumpe meist eine Jahresarbeitszahl von 4 bis 5 und braucht damit weniger Strom als eine Luft-Wärmepumpe. Eine Erdsonde ist tendenziell etwas sparsamer als ein Flächenkollektor.
Lohnt sich Erdwärme auch im Altbau oder bei kleinem Grundstück?
Möglich ist es oft, denn eine Erdsonde braucht nur wenig Fläche und lässt sich auch im Bestand nachrüsten, sofern das Bohrgerät auf das Grundstück gelangt. Entscheidend sind Zufahrt, Genehmigungslage und der Wärmebedarf des Hauses. Für kleine Grundstücke ist die Sonde meist geeigneter als der Flächenkollektor. Das prüfen wir individuell vor Ort.
Wie lange halten Erdsonde und Wärmepumpe?
Die Wärmepumpe selbst läuft als grobe Orientierung rund 20 Jahre. Erdsonde und Flächenkollektor im Boden gelten als über 50 Jahre nutzbar, weil dort keine beweglichen Teile arbeiten. Die einmal erschlossene Wärmequelle kann damit mehrere Gerätegenerationen überdauern und beim späteren Gerätetausch weitergenutzt werden.