Wärmepumpe Stromverbrauch: so viel braucht sie, so funktioniert sie
Wie viel Strom braucht eine Wärmepumpe? Überschlägig teilen Sie den Jahres-Wärmebedarf Ihres Hauses durch die Jahresarbeitszahl: Bei 12.000 Kilowattstunden Wärmebedarf und einer JAZ von 3,5 sind das rund 3.430 Kilowattstunden Strom im Jahr. Wovon der Stromverbrauch abhängt, was im Kältekreis passiert und warum die Wärmepumpe den größten Teil der Heizwärme aus der Umgebung holt, erklären wir hier Schritt für Schritt, ohne Prospektversprechen.
Das Wichtigste in Kürze
- Faustformel für den Stromverbrauch: Jahres-Wärmebedarf geteilt durch JAZ. Bei 12.000 kWh Wärmebedarf und einer JAZ von 3,5 sind das rund 3.430 kWh Strom im Jahr.
- Im Kern läuft ein Kältekreis in vier Schritten: verdampfen, verdichten, verflüssigen, entspannen. Das Prinzip ist der umgekehrte Kühlschrank.
- Für den Verbrauch zählt die Jahresarbeitszahl (JAZ), der reale Jahresschnitt. Der COP ist nur ein Laborwert und darf damit nicht verwechselt werden.
- Eine Wärmepumpe zieht rund zwei Drittel bis drei Viertel der Heizwärme aus der Umwelt, den Rest liefert Strom. Er treibt vor allem den Verdichter an.
- Stromkosten nennen wir nur als Marktspanne. Die belastbare Zahl kommt aus der Heizlastberechnung für Ihr Haus, nicht aus dem Prospekt.
Wie viel Strom braucht eine Wärmepumpe pro Jahr?
Eine Wärmepumpe im Einfamilienhaus braucht meist einige Tausend Kilowattstunden Strom im Jahr. Wie viele genau, lässt sich überschlägig einfach berechnen, von Hand oder mit unserem Stromverbrauch-Rechner weiter unten. Sie brauchen zwei Zahlen, den Jahres-Wärmebedarf Ihres Hauses in Kilowattstunden und die Jahresarbeitszahl der Anlage. Die Formel lautet:
Jahres-Wärmebedarf ÷ JAZ = Strombedarf pro Jahr
Der COP (Coefficient of Performance) ist ein Laborwert: eine Momentaufnahme unter genormten Prüfbedingungen, gemessen nach EN 14511. Er sagt, wie effizient das Gerät in genau diesem Betriebspunkt arbeitet. Die JAZ (Jahresarbeitszahl) dagegen ist der reale Durchschnitt über ein ganzes Jahr, gemäß VDI 4650 berechnet oder am Zähler gemessen. Sie enthält kalte und milde Tage, Abtauen und den Warmwasserbetrieb. Für Ihre Stromrechnung zählt allein die JAZ, nicht der Prospekt-COP.
Ein Rechenbeispiel macht die Logik greifbar. Nehmen wir ein Haus mit beispielhaft 12.000 Kilowattstunden Jahres-Wärmebedarf. Je nach erreichter Jahresarbeitszahl ergibt sich ein deutlich unterschiedlicher Strombedarf. Die Zahlen sind illustrativ und ersetzen keine Berechnung für Ihr Gebäude:
| Jahres-Wärmebedarf (Beispiel) | Jahresarbeitszahl | Strombedarf pro Jahr |
|---|---|---|
| 12.000 kWh | 2,8 (eher niedrig) | rund 4.290 kWh |
| 12.000 kWh | 3,5 (solide) | rund 3.430 kWh |
| 12.000 kWh | 4,2 (sehr gut) | rund 2.860 kWh |
Dasselbe Haus, dieselbe Wärmemenge, aber je nach Effizienz ein Unterschied von über 1.400 Kilowattstunden im Jahr. Das zeigt, warum die JAZ die wichtigste Zahl überhaupt ist. Sie steigt mit niedriger Vorlauftemperatur, etwa 30 bis 35 Grad bei einer Flächenheizung, mit guter Dämmung und mit einem sauberen hydraulischen Abgleich. Sie sinkt bei hohen Vorlauftemperaturen, schlecht gedämmten Häusern und häufigem Takten. Diese Effizienzfaktoren beleuchten wir sachlich im Ratgeber zu den Grenzen und Nachteilen.
In der Werbung steht oft ein hoher COP unter idealen Prüfbedingungen. Im echten Winterbetrieb, mit Ihrer echten Vorlauftemperatur, liegt die JAZ meist niedriger. Wer den COP eins zu eins in seine Stromkosten umrechnet, verrechnet sich zu seinen Gunsten. Wir prognostizieren die JAZ deshalb anhand Ihrer realen Heizlast, nicht anhand des Datenblatts.
Jahresarbeitszahl: Werte aus dem Feldtest
Wie hoch die JAZ in der Praxis ist, zeigt der Feldtest des Fraunhofer ISE: Vier Jahre lang wurden 77 Wärmepumpen in Ein- bis Dreifamilienhäusern gemessen, in die Effizienzbewertung flossen Gebäude der Baujahre 1826 bis 2001 ein. Luft-Wärmepumpen erreichten im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 3,4, die Spanne reichte von 2,6 bis 4,9. Erdwärmepumpen kamen auf 4,3. Die Tabelle fasst die Werte zusammen und rechnet sie für das Beispielhaus mit 12.000 Kilowattstunden Wärmebedarf in Strom um:
| Messwert | Luft-Wasser-Wärmepumpe | Erdwärmepumpe |
|---|---|---|
| Anlagen im Feldtest | 61 | 16 |
| Jahresarbeitszahl im Mittel | 3,4 | 4,3 |
| Spanne der Jahresarbeitszahl | 2,6 bis 4,9 | 3,6 bis 5,4 |
| Strombedarf bei 12.000 kWh Wärme | rund 3.530 kWh | rund 2.790 kWh |
| Anteil des Heizstabs am Strom | rund 1,3 Prozent | nahe null |
Für das Beispielhaus oben bedeutet die mittlere JAZ der Luft-Wärmepumpen also rund 3.530 Kilowattstunden Strom im Jahr, mit einer Erdwärmepumpe wären es rund 2.790. Einen Zusammenhang zwischen Baujahr und Effizienz fand das Fraunhofer ISE nicht.
Stromverbrauch-Rechner: Jahresverbrauch und Kosten berechnen
Der Rechner nutzt die Formeln und Werte aus diesem Ratgeber. Kennen Sie den Jahres-Wärmebedarf Ihres Hauses, teilt er ihn durch die Jahresarbeitszahl. Bereitet die Wärmepumpe auch das Warmwasser, gehört dessen Wärmebedarf in diese Zahl. Kennen Sie nur die Wohnfläche, rechnet er mit den Durchschnittswerten von co2online, 27 bis 42 Kilowattstunden Strom je Quadratmeter und Jahr. Das Ergebnis ist eine Orientierung, keine Prognose für Ihr Gebäude.
Strombedarf rund 3.530 kWh im Jahr, Stromkosten bei 30 Cent je kWh rund 1.060 Euro im Jahr.
Rechenweg: 12.000 kWh ÷ 3,4 = rund 3.530 kWh. 3.530 kWh × 30 Cent = rund 1.060 Euro.

Welchen Verbrauch dürfen Sie erwarten?
Wir sagen Ihnen vor dem Kauf, welchen Stromverbrauch Sie realistisch erwarten dürfen, gemessen an der echten Heizlast Ihres Hauses.
Termin vereinbarenStromverbrauch im Einfamilienhaus nach Wohnfläche
Wer den Wärmebedarf seines Hauses nicht kennt, kann mit Durchschnittswerten starten. Nach einer Übersicht von co2online aus dem Jahr 2023 liegt der Stromverbrauch einer Wärmepumpe in der Regel zwischen 27 und 42 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr. Daraus ergibt sich für typische Einfamilienhäuser diese Orientierung:
| Wohnfläche | Strombedarf pro Jahr (27 bis 42 kWh/m²) | Stromkosten bei 30 Cent/kWh |
|---|---|---|
| 120 m² | rund 3.240 bis 5.040 kWh | rund 970 bis 1.510 Euro |
| 150 m² | rund 4.050 bis 6.300 kWh | rund 1.220 bis 1.890 Euro |
| 200 m² | rund 5.400 bis 8.400 kWh | rund 1.620 bis 2.520 Euro |
Wo Ihr Haus in dieser Spanne landet, entscheiden vor allem Dämmung, Vorlauftemperatur und Heizverhalten. Gut gedämmte Häuser mit Flächenheizung liegen eher am unteren Ende, unsanierte Häuser mit kleinen Heizkörpern eher am oberen. Die Werte sind gerundete Orientierung, keine Prognose für Ihr Gebäude.
Ist mein Stromverbrauch normal? Vergleichswerte aus dem Heizspiegel
Ob der eigene Verbrauch im Rahmen liegt, zeigt der Heizspiegel von co2online. Für ein Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern und Wärmepumpe nennt er für das Abrechnungsjahr 2025 diese Obergrenzen: niedrig bis 2.470, mittel bis 4.680 und erhöht bis 10.010 Kilowattstunden Strom im Jahr, darüber gilt der Verbrauch als zu hoch. Je Quadratmeter sind das 19, 36 und 77 Kilowattstunden; die Werte schließen die Warmwasserbereitung ein. Auf andere Wohnflächen umgerechnet ergibt sich diese Einordnung:
| Fläche | niedrig | mittel | erhöht |
|---|---|---|---|
| 120 m² | 2.280 | 4.320 | 9.240 |
| 150 m² | 2.850 | 5.400 | 11.550 |
| 200 m² | 3.600 | 6.600 | 13.400 |
Niedrige Werte erreichen vor allem gut gedämmte Häuser mit niedriger Vorlauftemperatur. Liegt Ihr Zähler in der Nähe des erhöhten Werts, lohnt ein Blick auf die häufigsten Ursachen für zu hohen Stromverbrauch: Oft ist nicht das Haus das Problem, sondern eine zu steile Heizkurve oder ein Heizstab, der zu oft mitläuft.
Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Wärmepumpe ohne Fußbodenheizung?
Mit Heizkörpern statt Fußbodenheizung braucht die Wärmepumpe meist eine höhere Vorlauftemperatur, die Jahresarbeitszahl sinkt, und der Stromverbrauch steigt. Wie stark, zeigt die Rechentabelle mit den drei Jahresarbeitszahlen: Im Beispielhaus mit 12.000 Kilowattstunden Wärmebedarf liegen zwischen einer JAZ von 4,2 und 2,8 rund 1.430 Kilowattstunden Strom im Jahr. Entscheidend ist also nicht die Fußbodenheizung an sich, sondern eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur. Im Fraunhofer-Feldtest mit Bestandsgebäuden bis zurück ins Baujahr 1826 lag die mittlere Heizkreistemperatur, gemittelt aus Vor- und Rücklauf, bei 36 Grad. Oft genügen ein hydraulischer Abgleich und einzelne größere Heizkörper. Wann das reicht und wie Sie Ihr Haus selbst testen, zeigt der Ratgeber Wärmepumpe im Altbau.
Was das an Stromkosten bedeutet
Aus dem Strombedarf werden Stromkosten, sobald man den Strompreis kennt. Genau hier verbietet sich jede Pauschale, denn der Preis unterscheidet sich stark. Für Wärmepumpen gibt es meist einen eigenen, vergünstigten Wärmepumpentarif, der günstiger ist als der normale Haushaltsstrom. Die Marktspanne für Haushaltsstrom bewegt sich derzeit ungefähr zwischen 30 und 40 Cent pro Kilowattstunde. Wärmepumpentarife mit eigenem Zähler liegen in der Regel darunter, laut co2online 2025 im Schnitt bei 26,2 Cent. Die genaue Zahl hängt von Ihrem Anbieter und Tarif ab.
Rechnet man das Beispiel von oben weiter, ergibt sich aus rund 3.430 Kilowattstunden und einem angenommenen Preis von 30 Cent ein Betrag von grob 1.030 Euro im Jahr. Das ist bewusst nur eine Größenordnung zum Nachvollziehen der Logik, keine Zusage von uns. Ihre belastbare Zahl entsteht aus der Heizlastberechnung, der prognostizierten JAZ und Ihrem tatsächlichen Stromtarif.
Ob sich der Umstieg gegenüber Ihrer bisherigen Öl- oder Gasheizung rechnet, ist eine eigene Rechnung aus Anschaffung, Förderung, Verbrauch und den erwarteten Energiepreisen. Welche Zuschüsse es gibt, erklärt unser Ratgeber zur Wärmepumpen-Förderung 2026. Wir stellen die Rechnung im Angebot transparent auf, und wo gewünscht, zeigen wir dazu ein passendes Ratenmodell.
„Wärmepumpen wandeln Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser in Heizwärme um und geben ein Vielfaches der eingesetzten elektrischen Energie als Wärme ab."
Sinngemäß nach Umweltbundesamt und Bundesverband WärmepumpeStromverbrauch zu hoch? Die häufigsten Ursachen
Liegt der Zähler deutlich über der Rechnung, steckt oft kein Defekt dahinter, sondern die Einstellung oder die Auslegung. Die häufigsten Ursachen:
- Zu hohe Vorlauftemperatur: Eine zu steil eingestellte Heizkurve kostet Effizienz. Jedes Grad weniger Vorlauf hebt die Jahresarbeitszahl.
- Takten: Eine zu groß gewählte Wärmepumpe schaltet ständig ein und aus. Das erhöht den Stromverbrauch und verkürzt die Lebensdauer des Verdichters. Wie viele Starts noch normal sind, zeigt unser Ratgeber zur Lebensdauer einer Wärmepumpe.
- Heizstab läuft zu oft: Im Fraunhofer-Feldtest entfielen bei den Luft-Wärmepumpen nur 1,3 Prozent des Stromverbrauchs auf den Heizstab, in einem eher milden Messzeitraum. Läuft er bei Ihnen regelmäßig, stimmen Auslegung oder Einstellung nicht.
- Fehlender hydraulischer Abgleich: Ohne Abgleich muss die Anlage für den ungünstigsten Raum höher heizen als nötig.
- Warmwasser zu heiß: Je höher die Speichertemperatur, desto niedriger die Arbeitszahl im Warmwasserbetrieb.
Vieles davon lässt sich über Heizkurve und Abgleich korrigieren. Das übernehmen wir im Rahmen der Wärmepumpenwartung, steckt ein technischer Fehler dahinter, hilft die Wärmepumpenreparatur. Warum der Verbrauch an kalten Tagen steigt und wann der Heizstab anspringt, zeigt der Ratgeber zum Stromverbrauch der Wärmepumpe im Winter.
Wie funktioniert eine Wärmepumpe? Das Prinzip
Am einfachsten erklärt man die Funktion einer Wärmepumpe mit dem Kühlschrank, nur andersherum. Der Kühlschrank entzieht dem Innenraum Wärme und gibt sie hinten an die Küche ab. Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme, also der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser, und gibt sie an Ihr Heizsystem ab. Sie erzeugt Wärme nicht durch Verbrennung, sondern sammelt vorhandene Umweltwärme ein und hebt sie auf ein nutzbares Temperaturniveau.
Das entscheidende Detail: In der Umwelt steckt selbst bei niedrigen Temperaturen jede Menge Wärme. Die Wärmepumpe braucht Strom nur, um diese Wärme einzusammeln und hochzupumpen, nicht um sie selbst herzustellen. Deshalb liefert sie ein Vielfaches der eingesetzten Energie. Als grobe Orientierung stammen bei einer Jahresarbeitszahl von 3 bis 4 rund zwei Drittel bis drei Viertel der Heizwärme aus der Umwelt, der Rest aus Strom. Der genaue Anteil hängt von der Anlage und den Betriebsbedingungen ab.
Vom Aufbau her besteht jede Wärmepumpenheizung aus drei Teilen: der Wärmequellenanlage, die die Umweltwärme aufnimmt, der Wärmepumpe selbst mit dem Kältekreis, in dem die Temperatur angehoben wird, und dem Wärmeverteil- und Speichersystem, also Fußbodenheizung oder Heizkörper und dem Warmwasserspeicher. Das Herzstück ist der mittlere Teil, der Kältekreis.
Wie gut die drei Teile zusammenspielen, entscheidet später über den Stromverbrauch. Deshalb legen wir jede Wärmepumpen-Installation auf das konkrete Gebäude aus statt nach Faustformel.
Eine Wärmepumpe macht aus einer Kilowattstunde Strom grob drei bis vier Kilowattstunden Heizwärme. Das widerspricht keinem Naturgesetz, denn die zusätzliche Energie wird nicht erzeugt, sondern aus der Umwelt geholt und nur umverteilt. Genau das leistet der Kältekreis im nächsten Abschnitt.
Der Kältekreislauf der Wärmepumpe in vier Schritten
Der Kältekreis, auch Kältekreislauf genannt, ist das Herzstück jeder Wärmepumpe. In ihm zirkuliert ein Kältemittel. Das ist eine Flüssigkeit mit einem sehr niedrigen Siedepunkt, die schon bei frostigen Temperaturen verdampft. Viele neue Geräte nutzen dafür das natürliche Kältemittel Propan (R290), ab 2028 fördert der Bund nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln. Dieses Kältemittel durchläuft einen geschlossenen Kreislauf aus vier Schritten, immer wieder.
- VerdampfenIm Verdampfer trifft das kalte, überwiegend flüssige Kältemittel auf die Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser. Schon diese geringe Wärme reicht, damit es verdampft und gasförmig wird. Es nimmt dabei die Umweltwärme in sich auf.
- VerdichtenDer Verdichter (Kompressor) presst das Gas zusammen. Wie bei einer Fahrradpumpe, die sich beim Aufpumpen erwärmt, steigen dabei Druck und Temperatur stark an. Genau dieser Verdichter ist das Bauteil, das den meisten Strom verbraucht.
- VerflüssigenDas nun heiße Gas strömt in den Verflüssiger (Kondensator) und gibt seine Wärme an das Heizwasser ab. Dabei kühlt es wieder ab und wird flüssig. Diese Wärme geht in Ihre Heizung und in den Warmwasserspeicher.
- EntspannenÜber das Expansionsventil wird der Druck schlagartig abgesenkt. Das Kältemittel kühlt dabei weit ab, ein Teil verdampft schon. Fachleute nennen dieses Gemisch aus Flüssigkeit und Dampf Nassdampf. So ist es wieder bereit, im Verdampfer neue Umweltwärme aufzunehmen. Der Kreis beginnt von vorn.
Der Trick des ganzen Vorgangs steckt im Verdichter: Er hebt das Temperaturniveau der eingesammelten Umweltwärme so weit an, dass sie zum Heizen taugt. Der Strom fließt also nicht in die Wärme selbst, sondern nur in das Anheben der Temperatur. Deshalb ist das Verhältnis von eingesetztem Strom zu gewonnener Wärme so günstig.
Welche Wärmequelle: Luft, Erde, Wasser
Woher die Wärmepumpe ihre Umweltwärme bezieht, unterscheidet die drei gängigen Bauarten. Das Grundprinzip mit dem Kältekreis bleibt bei allen gleich, nur die Wärmequellenanlage ist verschieden.
- Luft-Wasser-Wärmepumpe: holt die Wärme aus der Außenluft. Sie ist am weitesten verbreitet, günstig in der Anschaffung und ohne Erdarbeiten aufzustellen. Im tiefen Winter arbeitet sie etwas weniger effizient, weil die Außenluft dann am kältesten ist.
- Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme): nutzt die Wärme aus dem Erdreich über Erdsonden oder Flächenkollektoren. Das Erdreich hat ganzjährig eine recht konstante Temperatur, deshalb sind hier die höchsten Jahresarbeitszahlen möglich. Dafür ist der Aufwand für Bohrung oder Kollektor größer.
- Wasser-Wasser-Wärmepumpe: zapft die stabile Temperatur des Grundwassers an. Sehr effizient, aber an geeignete hydrogeologische Bedingungen und eine wasserrechtliche Erlaubnis gebunden.
Welche Quelle für Ihr Grundstück sinnvoll ist, hängt von Platz, Untergrund und Budget ab. Die Erdwärme mit ihren Bohrtiefen, Genehmigungen und Kosten betrachten wir ausführlich im eigenen Ratgeber zur Erdwärmepumpe. Hier bleibt es bei der Einordnung.

Wärmepumpe planen und einbauen lassen
Wir beraten herstellerunabhängig, wählen die passende Bauart für Ihr Haus, berechnen die Heizlast und übernehmen Einbau und Anmeldung.
Mehr zur WärmepumpeIm Winter und zum Kühlen
Auch bei zweistelligen Minusgraden steckt in der Luft und erst recht im Erdreich noch nutzbare Wärme, das Kältemittel verdampft weit unter dem Gefrierpunkt. Eine richtig ausgelegte Wärmepumpe heizt deshalb auch im Frost zuverlässig, sie braucht dann nur mehr Strom. Wie hoch der Stromverbrauch pro Tag im Winter ausfällt, warum das Außengerät vereist und wann der Heizstab anspringt, erklärt der Ratgeber zum Winterbetrieb.
Umgekehrt kann eine Wärmepumpe im Sommer auch kühlen. Viele Modelle sind reversibel: Sie drehen den Kältekreis um und führen Wärme aus den Räumen nach draußen ab. In Verbindung mit einer Flächenheizung sorgt das für eine sanfte, angenehme Kühlung an Hitzetagen. Wie kritische Grenzfälle und mögliche Nachteile aussehen, ordnen wir ehrlich im Ratgeber zu den Nachteilen der Wärmepumpe ein.
- Umweltbundesamt (UBA), Verbraucherinformationen zu Wärmepumpen und Heizen mit erneuerbaren Energien.
- Bundesverband Wärmepumpe (BWP) zu Funktionsprinzip, Wärmequellen und Jahresarbeitszahl.
- VDI 4650 zur Berechnung der Jahresarbeitszahl (JAZ) von Wärmepumpenanlagen.
- DIN EN 14511 als Messnorm für die Leistungszahl (COP) von Wärmepumpen unter Prüfbedingungen.
- co2online, Stromverbrauch von Wärmepumpen berechnen (Stand 13.06.2023): durchschnittlich 27 bis 42 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr, Formel Wärmebedarf geteilt durch Jahresarbeitszahl.
- co2online, Heizspiegel 2026 (Abrechnungsjahr 2025), Heizkosten pro m² im Vergleich: Wärmepumpe im Einfamilienhaus mit 130 m², niedrig 2.470, mittel 4.680, erhöht 10.010 kWh, Wärmepumpentarif 2025 im Schnitt 26,2 Cent je kWh (Stand 22.09.2026).
- Fraunhofer ISE, Feldtest „WP-QS im Bestand“ (Abschlussbericht und Pressemitteilung vom 3. November 2025) zu Jahresarbeitszahlen (Bilanzgrenze 3, mit Warmwasser und Heizstab), Heizkreistemperatur und Heizstab-Anteil.
- BDEW-Strompreisanalyse August 2026: Haushaltsstrom 2026 im Schnitt 37,0 Cent je kWh; Verivox, Strompreise (abgerufen 07.10.2026): Neukunden rund 31 Cent je kWh.
- Förderrichtlinie BEG EM vom 17.08.2026 (BAnz AT 27.08.2026 B1), Anlage Nummer 3.4.4: ab 1. Januar 2028 werden nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln gefördert.
Was das für Ihr Haus bedeutet, klären wir im Beratungsgespräch zu Wärmepumpen für Altbau und Neubau.
Richtpreis für Ihre Wärmepumpe in drei Minuten
Wärmepumpe mit Einbau zum planbaren Preis: Anschaffung, Montage und Wartung in einer Monatsrate, Förderung bereits angerechnet. Auch beim Nachrüsten im Bestand rechnen wir die Kosten transparent vor.
Für wen planen Sie?
Damit wir Ihr Angebot passend zuschneiden.
In welchem Gebäude wohnen Sie?
Wählen Sie die passende Wohnform.
Wie groß ist Ihre Wohnfläche?
Eine grobe Einordnung genügt.
Womit heizen Sie aktuell?
Das hilft uns, Ihre Ersparnis abzuschätzen.
Wo steht Ihre Heizung?
Wählen Sie die Etage.
Wie alt ist Ihre Heizung?
Wählen Sie den passenden Zeitraum.
Sind Sie Eigentümer der Immobilie?
Für die Förderung relevant.
Wann möchten Sie umsetzen?
Ganz unverbindlich, damit wir die Dringlichkeit einschätzen.
Möchten Sie Ihr Paket ergänzen?
Mehrfachauswahl möglich, im Komplettpaket zu denselben günstigen Raten. Nichts dabei? Einfach auf „Weiter".
Wie hoch ist Ihr Stromverbrauch pro Jahr?
Eine grobe Einordnung genügt – die Haushaltsgröße hilft als Orientierung.
Wann verbrauchen Sie Ihren Strom überwiegend?
Das hilft uns, die passende Anlagen- und Speichergröße einzuschätzen.
In welche Richtung zeigt Ihr Dach?
Wählen Sie die Himmelsrichtung. Die Farbe zeigt sofort, wie gut sich Ihr Dach für Solarstrom eignet.
Wie stark ist Ihr Dach geneigt?
Wählen Sie die Form, die Ihrem Dach am nächsten kommt.
Wie groß ist die nutzbare Dachfläche?
Die ungefähr für Module nutzbare Fläche genügt – die Leistung in kWp dient nur als Orientierung.
Ihre unverbindliche Schätzung
Basierend auf Ihren Angaben, die genauen Werte ermitteln wir kostenlos für Ihr Objekt.
Ihre Angaben
Unverbindliche Beispielrechnung, kein Angebot. Tatsächliche Werte hängen von Objekt, Verbrauch und Förderung ab. Ohne Gewähr.
Persönliches Angebot anfordern
Nur noch Ihre Kontaktdaten, wir senden Ihnen ein konkretes, auf Ihr Objekt zugeschnittenes Angebot.
Wie lautet Ihre Adresse?
Geben Sie Ihre Postleitzahl ein, den Ort ergänzen wir automatisch. Bitte fügen Sie noch Straße und Hausnummer hinzu.
Bitte geben Sie eine gültige 5-stellige Postleitzahl sowie Ort, Straße und Hausnummer an.
Wohin dürfen wir Ihr Angebot senden?
Wir melden uns persönlich, in der Regel innerhalb von 24 Stunden.
Bitte geben Sie Vorname, Nachname, Telefonnummer und eine gültige E-Mail-Adresse an.
Bitte stimmen Sie der Verarbeitung zu, damit wir Sie kontaktieren dürfen.
Fast geschafft!
Ihre Anfrage ist vorbereitet. Senden Sie sie mit einem Klick an uns, wir melden uns mit Ihrem persönlichen, unverbindlichen Angebot.
Oder rufen Sie uns direkt an: 0611 22371
Unverbindliche Beispielrechnung und kein Angebot im Rechtssinne. Die Schätzung der Ersparnis und Monatsrate erfolgt auf Basis Ihrer Angaben und durchschnittlicher Annahmen; die tatsächlichen Werte hängen von Objekt, Dämmung, Verbrauch und individueller Förderung ab. Angaben ohne Gewähr.