Ratgeber · Photovoltaik

Was kostet eine PV-Anlage? Meist 1.000 bis 2.000 Euro pro kWp, der Speicher kommt dazu

Eine PV-Anlage für das Einfamilienhaus kostet ohne Speicher meist rund 1.000 bis 2.000 Euro pro Kilowattpeak, kleine Anlagen je kWp deutlich mehr als große. Ein Batteriespeicher kostet nach Angaben der Verbraucherzentrale 300 bis 700 Euro pro Kilowattstunde Kapazität. Für eine 10-kWp-Anlage mit passendem Speicher ergeben sich daraus grob 12.000 bis 25.000 Euro. Wir zeigen die Kosten nach Anlagengröße, was eine PV-Anlage mit Speicher kostet, welche Nebenkosten dazukommen, was eine Anlage in Wiesbaden erzeugt, wann sie sich rechnet und was sich bei der Einspeisevergütung ab 2027 ändern soll. Alle Zahlen sind Marktwerte mit Quelle, keine Preise der Rieth GmbH.

Andreas Marth, Geschäftsführer und Betriebsleiter der Rieth GmbH
Andreas Marth Geschäftsführer und Betriebsleiter · Rieth GmbH, Wiesbaden

Andreas Marth ist seit 1996 Meister im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk. Mit seinem Team plant und baut er Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Heizungen im Rhein-Main-Gebiet. Die Ratgeber-Artikel prüft er fachlich.

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Veröffentlicht Lesezeit 16 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

  • Ohne Speicher kostet eine PV-Anlage meist 1.000 bis 2.000 Euro pro kWp. In echten Angeboten lag der Preis bei 4 bis 6 kWp im Schnitt bei 2.090, über 16 kWp bei 1.010 Euro pro kWp.
  • Ein Batteriespeicher kostet 300 bis 700 Euro pro Kilowattstunde. Als Größe empfiehlt die Verbraucherzentrale etwa 1,5 kWh je 1.000 kWh Jahresverbrauch.
  • Eine 10-kWp-Anlage erzeugt in Wiesbaden mit Südausrichtung rund 10.900 kWh im Jahr. Mit 7,5-kWh-Speicher kostet sie grob 12.000 bis 25.000 Euro.
  • Anlagen bis 10 kWp, die von August bis Dezember 2026 in Betrieb gehen, erhalten 7,70 Cent je eingespeister kWh für 20 Jahre. Für Neuanlagen ab 2027 soll die feste Vergütung entfallen; der Gesetzentwurf liegt im Bundestag.
  • Auf Kauf und Montage fallen bis 30 kWp 0 Prozent Umsatzsteuer an, die Einnahmen sind einkommensteuerfrei. In Hessen gibt es ein zinsverbilligtes Darlehen der WIBank.

PV-Anlage: Kosten pro kWp nach Anlagengröße

Die Kosten einer PV-Anlage werden pro Kilowattpeak (kWp) verglichen, der Nennleistung der Module. Das Fraunhofer ISE setzt in seiner Studie zu den Stromgestehungskosten für kleine Dachanlagen bis 30 kWp spezifische Investitionen zwischen 1.000 und 2.000 Euro pro kWp an. Wie stark der Preis von der Größe abhängt, zeigt eine Auswertung der Verbraucherzentrale NRW von 71 echten Angeboten aus der Zeit von Januar 2025 bis August 2026, jeweils ohne Batteriespeicher:

Durchschnittspreise je kWp aus 71 Angeboten, Januar 2025 bis August 2026, reiner PV-Anlagenteil ohne Speicher. Quelle: Verbraucherzentrale, Stand 28.08.2026. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass die Tabelle keine Orientierungshilfe für aktuelle Anlagenpreise ist, sondern die Abhängigkeit von der Anlagengröße zeigt. Keine Preise der Rieth GmbH.
AnlagengrößePreis pro kWprechnerisch für die Anlage
4 bis 6 kWp2.090 Euro5 kWp: rund 10.450 Euro
über 6 bis 8 kWp1.820 Euro8 kWp: rund 14.560 Euro
über 8 bis 9 kWp1.520 Euro9 kWp: rund 13.680 Euro
über 9 bis 10 kWp1.410 Euro10 kWp: rund 14.100 Euro
über 10 bis 12 kWp1.290 Euro12 kWp: rund 15.480 Euro
über 12 bis 14 kWp1.240 Euro14 kWp: rund 17.360 Euro
über 14 bis 16 kWp1.220 Euro16 kWp: rund 19.520 Euro
über 16 kWp1.010 Euroje nach Größe

Kleine Anlagen sind je kWp teurer, weil ein Teil der Kosten unabhängig von der Größe anfällt; die Verbraucherzentrale nennt dafür Einspeisetechnik und Gerüst. Wer das Dach ohnehin belegt, bekommt zusätzliche Leistung deshalb günstiger. Andere Quellen liegen niedriger: co2online nennt in einer Preistabelle mit Stand März 2026 für 10 kW 9.200 bis 10.400 Euro. Verbindlich wird der Preis erst mit einem Angebot für Ihr Dach.

PV-Anlage: Kosten pro Quadratmeter

Für ein kWp braucht es nach der Verbraucherzentrale etwa 5 bis 7 Quadratmeter Dachfläche. Bei 1.000 bis 2.000 Euro pro kWp entspricht das rechnerisch rund 140 bis 400 Euro pro Quadratmeter belegter Fläche. Aussagekräftiger ist der Preis pro kWp, weil die Leistung je Modul unterschiedlich ist.

Sie wollen wissen, was eine PV-Anlage auf Ihrem Dach kostet? Wir prüfen Dach, Zählerschrank und Verbrauch und nennen im Angebot die Kosten pro kWp offen.

PV-Anlage mit Speicher: was der Batteriespeicher kostet

Ein Batteriespeicher kostet nach Angaben der Verbraucherzentrale einschließlich Installation etwa 300 bis 700 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität bei Speichern ab 5 Kilowattstunden, mit fallender Tendenz. Kleinere Speicher kosten pro Kilowattstunde deutlich mehr, und im Paket mit einer PV-Anlage ist der Speicher tendenziell günstiger als beim Nachrüsten. In der Angebotsauswertung der Verbraucherzentrale lagen die Durchschnittspreise bei 510 Euro pro kWh für Speicher mit 4 bis 6 kWh und bei 360 Euro pro kWh für 12 bis 16 kWh.

Wie groß der Speicher sein sollte

Die Verbraucherzentrale empfiehlt als Richtwert etwa 1,5 Kilowattstunden Speicherkapazität pro 1.000 Kilowattstunden Jahresstromverbrauch. Ein Haushalt mit 5.000 Kilowattstunden kommt damit auf rund 7,5 Kilowattstunden. Strom aus dem Sommer lässt sich nach der Verbraucherzentrale auch mit einem sehr großen Speicher nicht für den Winter aufheben. Der Bundesverband Solarwirtschaft meldet für 2025 eine durchschnittliche Kapazität neu installierter Heimspeicher von 7,9 Kilowattstunden; rund 80 Prozent der neuen Heimanlagen wurden mit Speicher gebaut.

Was der Speicher bringt und wann er sich rechnet

Ohne Speicher deckt ein typisches Einfamilienhaus nach der Verbraucherzentrale rund 25 bis 30 Prozent seines Stromverbrauchs mit Solarstrom, mit Speicher bis zu 70 Prozent. Vollständig unabhängig wird der Haushalt nicht, weil die Anlage von November bis Februar wenig Strom liefert. Rund 20 Prozent des gespeicherten Stroms gehen als Verluste und Eigenverbrauch des Speichers verloren. Speicher halten nach der Verbraucherzentrale 10 bis 15 Jahre, Module deutlich länger. Bei den heutigen Strompreisen und gesunkenen Speicherkosten hält die Verbraucherzentrale einen Batteriespeicher trotz dieser Unsicherheiten für fast immer wirtschaftlich sinnvoll.

Was kostet eine 10-kWp-PV-Anlage mit Speicher?

Eine 10-kWp-Anlage passt auf viele Einfamilienhausdächer und braucht nach der Faustregel der Verbraucherzentrale rund 50 bis 70 Quadratmeter. Für einen Haushalt mit 5.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch und einem Speicher mit 7,5 Kilowattstunden ergibt sich aus den Marktwerten dieses Bild:

Eigene Rechnung aus den genannten Marktwerten: 1.000 bis 2.000 Euro pro kWp (Fraunhofer ISE), 300 bis 700 Euro pro kWh Speicher (Verbraucherzentrale); Mittelwerte aus der Angebotsauswertung der Verbraucherzentrale mit deren Vorbehalt. Keine Preise der Rieth GmbH.
BausteinSpannemit VZ-Mittelwerten
PV-Anlage 10 kWp10.000 bis 20.000 Eurorund 14.100 Euro
Speicher 7,5 kWh2.250 bis 5.250 Eurorund 3.600 Euro
Zusammenrund 12.000 bis 25.000 Eurorund 17.700 Euro

Ein Speicher mit 10 Kilowattstunden kostet 3.000 bis 7.000 Euro. Für einen Haushalt mit 5.000 Kilowattstunden liegt das über dem Richtwert der Verbraucherzentrale; sinnvoll wird diese Größe eher mit Wärmepumpe oder Elektroauto, die den Verbrauch erhöhen.

Was eine solche Anlage in Wiesbaden erzeugt und was sie im Jahr einbringt, zeigen die nächsten beiden Abschnitte.

Nebenkosten: Zähler, Anmeldung, Versicherung und Wartung

Intelligenter Zähler und Steuerbox

Anlagen mit mehr als 7 Kilowatt erhalten nach § 29 Messstellenbetriebsgesetz ein intelligentes Messsystem und eine Steuerungseinrichtung. Was dafür jährlich berechnet werden darf, deckelt § 30 des Gesetzes:

Preisobergrenzen für den Messstellenbetrieb mit intelligentem Messsystem nach § 30 Absatz 1 MsbG, brutto pro Jahr. Für die Steuerungseinrichtung können nach Absatz 2 jeweils höchstens 50 Euro brutto im Jahr hinzukommen.
Installierte LeistungObergrenze gesamtdavon Anlagenbetreiber
über 7 bis 15 kW130 Euro50 Euro
über 15 bis 25 kW190 Euro110 Euro
über 25 bis 100 kW220 Euro140 Euro

Anmeldung und Register

Die Anmeldung beim Netzbetreiber übernimmt nach der Verbraucherzentrale in der Regel der Installationsbetrieb. Sie selbst tragen die Anlage und einen Speicher innerhalb eines Monats nach der Inbetriebnahme ins Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur ein; das schreibt § 5 der Marktstammdatenregisterverordnung vor.

Betrieb, Prüfung und Versicherung

Die jährlichen Betriebskosten liegen nach dem Fraunhofer ISE bei etwa 1 bis 2 Prozent der Investition, bei 15.000 Euro also rund 150 bis 300 Euro im Jahr. Die Verbraucherzentrale rät, die Anlage spätestens alle fünf Jahre von einer Fachperson auf Sicherheit und Funktion prüfen zu lassen. Versichern lässt sich die Anlage mindestens über die Wohngebäudeversicherung; eine eigene PV-Versicherung kostet nach co2online etwa 70 bis 100 Euro im Jahr.

Ertrag und Eigenverbrauch: was eine PV-Anlage in Wiesbaden erzeugt

Für Wiesbaden liefert das Photovoltaik-Rechenwerkzeug PVGIS der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission bei 35 Grad Dachneigung und 14 Prozent Systemverlusten diese Jahreserträge je kWp, berechnet aus Wetterdaten der Jahre 2005 bis 2023:

PVGIS 5.3, EU-Kommission (JRC), Standort Wiesbaden, Abfrage vom 07.10.2026. Deutschlandweit rechnen die Übertragungsnetzbetreiber für Dachanlagen 2026 mit 895 kWh je kWp (zitiert nach Fraunhofer ISE), die Verbraucherzentrale mit 900 kWh.
AusrichtungErtrag je kWp und Jahr10 kWp im Jahr
Süd1.091 kWhrund 10.900 kWh
Ost879 kWhrund 8.800 kWh
West860 kWhrund 8.600 kWh

Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist, wie viel davon im Haus verbraucht wird. Jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt Netzstrom, der für Haushalte 2026 nach der Strompreisanalyse des BDEW im Schnitt 37,0 Cent kostet. Solarstrom vom eigenen Dach kostet in der Erzeugung nach dem Fraunhofer ISE bei kleinen Dachanlagen 6,3 bis 14,4 Cent pro Kilowattstunde, mit Batteriespeicher 9,1 bis 22,5 Cent. Eingespeister Strom bringt dagegen nur die Einspeisevergütung.

Wie viel Eigenverbrauch Ihr Haushalt erreicht, können Sie mit dem kostenlosen Unabhängigkeitsrechner der HTW Berlin für Ihre Werte durchspielen. Dort lässt sich auch prüfen, ob ein Speicher von 7,5 oder 10 Kilowattstunden zu Ihrem Verbrauch passt.

Wirtschaftlichkeit: wann sich eine PV-Anlage rechnet

Für das Beispiel aus diesem Ratgeber, 10 kWp mit Südausrichtung in Wiesbaden, ein Haushalt mit 5.000 Kilowattstunden Verbrauch und Inbetriebnahme noch 2026, ergibt sich überschlägig diese Rechnung:

Eigene Überschlagsrechnung: 10.910 kWh Erzeugung (PVGIS), Eigenversorgung rund 30 Prozent ohne und 70 Prozent mit Speicher (Verbraucherzentrale), 20 Prozent Speicherverluste, Netzstrom 37,0 Cent (BDEW), Einspeisevergütung 7,70 Cent bei Inbetriebnahme bis 31.12.2026 (Bundesnetzagentur). Ohne Strompreisänderung und Modulalterung.
pro Jahrohne Speichermit 7,5 kWh Speicher
selbst genutzter Solarstromrund 1.500 kWhrund 3.500 kWh
eingesparte Stromkostenrund 555 Eurorund 1.295 Euro
eingespeister Stromrund 9.410 kWhrund 6.910 kWh
Einspeisevergütungrund 725 Eurorund 530 Euro
zusammenrund 1.280 Eurorund 1.825 Euro

Davon gehen die laufenden Kosten ab, nach dem Fraunhofer ISE etwa 1 bis 2 Prozent der Investition. Legt man die Mittelwerte der Verbraucherzentrale zugrunde, also rund 14.100 Euro ohne und 17.700 Euro mit Speicher, hat sich die Anlage in diesem Beispiel nach grob 12 bis 14 Jahren ohne und 11 bis 12 Jahren mit Speicher bezahlt gemacht. Die Module halten nach dem Umweltbundesamt im Regelfall 25 bis 30 Jahre.

Ab 2027 verschiebt sich die Rechnung

Die Rechnung gilt für Anlagen, die bis 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen. Für spätere Anlagen soll nach dem Gesetzentwurf zur EEG-Novelle die feste Einspeisevergütung entfallen. Dann zählt der selbst genutzte Strom noch stärker, und der Speicher gewinnt an Gewicht.

Einspeisevergütung 2026 und was sich ab 2027 ändern soll

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht die Sätze für Anlagen, die vom 1. August bis 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen. Sie gelten nach der Verbraucherzentrale für das Jahr der Inbetriebnahme und weitere 20 Kalenderjahre.

Einspeisevergütung für Anlagen auf Gebäuden bei Inbetriebnahme vom 01.08. bis 31.12.2026. Quelle: Bundesnetzagentur. Bei Anlagen über 10 kWp wird anteilig gemischt.
LeistungTeileinspeisungVolleinspeisung
bis 10 kWp7,70 Cent je kWh12,22 Cent je kWh
über 10 bis 40 kWp6,66 Cent je kWh10,24 Cent je kWh

Solarspitzengesetz: negative Preise und 60-Prozent-Grenze

Seit dem 25. Februar 2025 gelten für neue Anlagen zwei Regeln aus dem sogenannten Solarspitzengesetz. Erstens gibt es nach § 51 EEG keine Vergütung für Zeiten, in denen der Börsenstrompreis negativ ist. Bei Anlagen unter 100 Kilowatt greift das erst ab dem Jahr nach dem Einbau eines intelligenten Messsystems, und die ausgefallenen Zeiten werden am Ende des Vergütungszeitraums zur Hälfte angehängt. Zweitens dürfen Anlagen unter 25 Kilowatt mit Einspeisevergütung nach § 9 EEG höchstens 60 Prozent ihrer Leistung einspeisen, bis intelligentes Messsystem und Steuerbox eingebaut sind.

EEG-Novelle 2027: Ende der festen Vergütung für Neuanlagen geplant

Das Bundeskabinett hat am 29. Juli 2026 eine EEG-Novelle beschlossen, die am 1. Januar 2027 in Kraft treten soll. Nach dem Gesetzentwurf, Bundestagsdrucksache 21/7867, entfällt die feste Einspeisevergütung für Neuanlagen. Stattdessen ist eine befristete Übergangszahlung für höchstens 36 Monate vorgesehen, nach der Gegenäußerung der Bundesregierung zum Beispiel 5,2 Cent pro Kilowattstunde. Sie steht 2027 Anlagen unter 50 Kilowatt offen, 2028 Anlagen unter 25 Kilowatt und 2029 und 2030 nur noch Anlagen unter 7 Kilowatt. Der höhere Satz für Volleinspeisung soll wegfallen, und neue Dachanlagen unter 100 Kilowatt sollen dauerhaft höchstens 50 Prozent ihrer Leistung einspeisen.

Beschlossen ist das noch nicht: Die erste Lesung im Bundestag war am 24. September 2026, die Anhörung am 5. Oktober 2026, und die EU-Kommission muss beihilferechtlich zustimmen. Anlagen, die vor dem 1. Januar 2027 in Betrieb gehen, sollen nach dem Entwurf beim bisherigen Recht bleiben. Wir aktualisieren diesen Abschnitt, sobald das Gesetz verabschiedet ist.

Steuern: 0 Prozent Umsatzsteuer und steuerfreie Einnahmen

Seit 2023 fällt auf Lieferung und Installation einer PV-Anlage auf oder in der Nähe von Wohngebäuden nach § 12 Absatz 3 Umsatzsteuergesetz keine Umsatzsteuer an. Das gilt ausdrücklich auch für Speicher und wesentliche Komponenten. Bei Anlagen bis 30 kWp laut Marktstammdatenregister gelten die Voraussetzungen als erfüllt. Nach den Antworten des Bundesfinanzministeriums sind Speicher ab 5 Kilowattstunden nutzbarer Kapazität begünstigt, ebenso Zählerschrank und Energiemanagement. Wartungsverträge kosten weiter 19 Prozent, und die Regelung ist nicht befristet.

Auch die Einkommensteuer fällt in der Regel weg: Nach § 3 Nummer 72 Einkommensteuergesetz sind Einnahmen aus Anlagen bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit steuerfrei, insgesamt bis 100 kWp je Steuerpflichtigem. In den Regierungsentwürfen zum Jahressteuergesetz 2026 und zum Einkommensteuerreformgesetz 2027 sind dazu keine Änderungen enthalten (Stand Oktober 2026).

Förderung, Kredit oder Pacht & Raten

Einen Bundeszuschuss für private PV-Anlagen gibt es nicht. Gefördert wird über günstige Kredite und die steuerlichen Regeln.

  • KfW-Kredit 270: Die KfW fördert PV-Anlagen und Batteriespeicher mit einem Kredit über bis zu 100 Prozent der Kosten; Privatpersonen müssen zumindest einen Teil des Stroms einspeisen. Den Zins legt die Hausbank nach Bonität fest; laut Konditionenübersicht vom 6. Oktober 2026 liegt der Sollzins bei 10 Jahren Laufzeit zwischen 4,50 und 10,90 Prozent. Der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens bei der Hausbank gestellt werden.
  • WIBank-Darlehen in Hessen: Für selbst genutztes Wohneigentum in Hessen gibt es das PV-Anlagen-Darlehen der WIBank: 10.000 bis 50.000 Euro für Anlagen bis 20 Kilowatt, ein Speicher nur zusammen mit einer neuen Anlage. Der Zins liegt nach Abzug des Landeszuschusses bei 3,60 Prozent (Stand 01.10.2026), die Laufzeit bei zehn Jahren. Der Antrag muss vor Beginn der Installation gestellt werden, das Programm ist bis Ende 2028 befristet.
  • Wiesbaden: Das städtische Förderprogramm „Solarstrom“ ist laut Klimaschutzbeirat zum 30. Juni 2024 ausgelaufen. Der Versorger ESWE fördert nach seiner Richtlinie vom März 2024 neue Batteriespeicher mit 500 bis 1.000 Euro, wenn der gesamte Energiebezug über ESWE läuft.

Wer die Investition nicht auf einmal tragen möchte, kann die Anlage bei uns in Pacht & Raten nutzen. Wie das funktioniert und was im Rundum-sorglos-Paket enthalten ist, steht auf unserer Seite PV-Anlage in Pacht & Raten.

Angebote für eine PV-Anlage vergleichen

Vergleichen Sie Angebote nicht nur über den Endpreis, sondern über den Preis pro kWp und den Lieferumfang. Diese Punkte sollten in jedem Angebot stehen:

  • Leistung in kWp, Anzahl, Typ und Leistung der Module, Ausrichtung je Dachfläche
  • Wechselrichter mit Fabrikat und Garantie, beim Speicher die nutzbare Kapazität in kWh
  • Gerüst, Montagesystem, Kabelwege und, falls nötig, der Umbau des Zählerschranks
  • Anmeldung beim Netzbetreiber und Inbetriebnahme
  • Ertragsprognose für Ihren Standort und die Annahmen zum Eigenverbrauch
  • Gewährleistung und Garantien für Module, Wechselrichter und Speicher

Wir planen und montieren PV-Anlagen in Wiesbaden und dem Rhein-Main-Gebiet, mit Speicher und auf Wunsch mit Wallbox. Den Netzanschluss übernimmt ein eingetragener Elektro-Partnerbetrieb, wir koordinieren und bleiben Ihr Ansprechpartner. Mehr dazu auf unserer Seite Photovoltaik in Wiesbaden.

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Was kostet eine PV-Anlage auf Ihrem Dach?

Wir prüfen Dach, Verbrauch und Zählerschrank und nennen die Kosten pro kWp im Angebot offen. Kauf oder Pacht & Raten, mit 0 Prozent Umsatzsteuer.

Zum PV-Angebot

Stand: 10/2026. Euro-Angaben sind Marktwerte aus den genannten Quellen oder eigene Rechnungen daraus, keine Preiszusage und keine Preise der Rieth GmbH. Die EEG-Novelle 2027 ist ein Gesetzentwurf.

Was kostet Ihre PV-Anlage mit Speicher? Wir rechnen Ertrag und Eigenverbrauch für Ihr Dach und machen ein Angebot mit offenem Preis pro kWp, auf Wunsch in Pacht & Raten.
Quellen und Grundlagen
Ratgeber der Rieth GmbH · Meisterbetrieb aus Wiesbaden seit 1895

Häufige Fragen zu den Kosten einer PV-Anlage

Was kostet eine PV-Anlage?
Ohne Speicher meist rund 1.000 bis 2.000 Euro pro kWp, kleine Anlagen je kWp mehr als große. In einer Auswertung der Verbraucherzentrale von 71 Angeboten kosteten Anlagen mit 9 bis 10 kWp im Schnitt 1.410 Euro pro kWp, eine 10-kWp-Anlage also rund 14.100 Euro. Verbindlich ist erst ein Angebot für Ihr Dach.
Was kostet eine PV-Anlage mit Speicher?
Zum Preis der Anlage kommt der Speicher mit etwa 300 bis 700 Euro pro Kilowattstunde. Für eine 10-kWp-Anlage mit 7,5 Kilowattstunden Speicher ergeben sich grob 12.000 bis 25.000 Euro, mit den Mittelwerten der Verbraucherzentrale rund 17.700 Euro.
Was kostet eine 10-kWp-PV-Anlage mit Speicher?
Die Anlage selbst liegt bei 10.000 bis 20.000 Euro, ein Speicher mit 7,5 Kilowattstunden bei 2.250 bis 5.250 Euro, mit 10 Kilowattstunden bei 3.000 bis 7.000 Euro. In Wiesbaden erzeugt sie mit Südausrichtung rund 10.900 Kilowattstunden im Jahr.
Was kostet eine PV-Anlage pro kWp?
Das Fraunhofer ISE setzt für kleine Dachanlagen 1.000 bis 2.000 Euro pro kWp an. In der Angebotsauswertung der Verbraucherzentrale reichte der Durchschnitt von 2.090 Euro bei 4 bis 6 kWp bis 1.010 Euro über 16 kWp. Größere Anlagen sind je kWp günstiger, weil Fixkosten wie Gerüst und Einspeisetechnik gleich bleiben.
Lohnt sich ein Batteriespeicher?
Nach der Verbraucherzentrale bei den heutigen Strompreisen fast immer. Als Größe empfiehlt sie etwa 1,5 Kilowattstunden je 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch. Der Speicher hebt die Eigenversorgung von rund 25 bis 30 auf bis zu 70 Prozent, hält aber nur 10 bis 15 Jahre.
Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?
Für Anlagen auf Gebäuden, die vom 1. August bis 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, gibt es bei Teileinspeisung 7,70 Cent je Kilowattstunde bis 10 kWp und 6,66 Cent für den Anteil darüber, für das Jahr der Inbetriebnahme und weitere 20 Jahre.
Was ändert sich 2027 bei der Einspeisevergütung?
Nach dem Gesetzentwurf zur EEG-Novelle soll die feste Einspeisevergütung für Neuanlagen ab 1. Januar 2027 entfallen. Vorgesehen ist eine befristete Übergangszahlung für höchstens 36 Monate. Beschlossen ist das noch nicht, Stand Oktober 2026. Anlagen, die vorher in Betrieb gehen, sollen nach dem Entwurf die bisherigen Sätze behalten.
Fällt auf eine PV-Anlage Mehrwertsteuer an?
Nein, bei Anlagen auf oder in der Nähe von Wohngebäuden gilt nach § 12 Absatz 3 Umsatzsteuergesetz der Nullsteuersatz, auch für Speicher ab 5 Kilowattstunden und die Montage. Bis 30 kWp gelten die Voraussetzungen als erfüllt. Wartungsverträge kosten weiter 19 Prozent.
Welche laufenden Kosten hat eine PV-Anlage?
Nach dem Fraunhofer ISE etwa 1 bis 2 Prozent der Investition im Jahr. Dazu gehören Prüfung, Versicherung und Rücklagen. Für das intelligente Messsystem zahlen Betreiber von Anlagen über 7 bis 15 kW gesetzlich höchstens 50 Euro im Jahr, für die Steuerbox bis zu 50 Euro mehr.
Gibt es in Hessen eine Förderung für Photovoltaik?
Einen Zuschuss gibt es nicht, aber das PV-Anlagen-Darlehen der WIBank für selbst genutztes Wohneigentum mit 3,60 Prozent Zins (Stand 01.10.2026), 10.000 bis 50.000 Euro und zehn Jahren Laufzeit. Bundesweit gibt es den KfW-Kredit 270. In Wiesbaden fördert ESWE nach ihrer Richtlinie neue Speicher für Kunden mit vollem Energiebezug bei ESWE.