Ratgeber · Wärmepumpe

Was kostet eine Wärmepumpe? Luft-Wasser im Schnitt rund 36.400 Euro vor Förderung

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus komplett meist zwischen rund 21.000 und 54.000 Euro, im Schnitt rund 36.400 Euro. So steht es in der Auswertung von 160 Angeboten, die die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz im Juli 2026 veröffentlicht hat. Erdwärme- und Grundwasser-Wärmepumpen liegen wegen Bohrung oder Brunnen meist darüber. Wir zeigen die Wärmepumpen-Preise nach Typ, was eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus kostet, welche Posten in ein vollständiges Angebot gehören, was der Betrieb im Jahr kostet und was nach Abzug der Förderung bleibt. Alle Zahlen sind Marktwerte mit Quelle, keine Preise der Rieth GmbH.

Andreas Marth, Geschäftsführer und Betriebsleiter der Rieth GmbH
Andreas Marth Geschäftsführer und Betriebsleiter · Rieth GmbH, Wiesbaden

Andreas Marth ist seit 1996 Meister im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk. Mit seinem Team plant und installiert er Wärmepumpen und Heizungen im Rhein-Main-Gebiet. Die Ratgeber-Artikel prüft er fachlich.

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Veröffentlicht Lesezeit 18 Minuten

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet komplett meist rund 21.000 bis 54.000 Euro, im Schnitt rund 36.400 Euro (Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, 160 Angebote).
  • Erdwärme und Grundwasser kosten wegen Bohrung oder Brunnen mehr, in Modellrechnungen von co2online rund 46.500 und 44.500 Euro.
  • Neben dem Gerät kosten vor allem Montage, Elektrik und Zählerschrank. Den Zählerschrank nannte nur etwa ein Drittel der geprüften Angebote.
  • Im Betrieb kostete eine Wärmepumpe im Einfamilienhaus mit 130 m² laut Heizspiegel 2025 rund 1.260 Euro im Jahr, eine Gasheizung rund 2.040 Euro.
  • Die Förderung senkt die Kosten um 30 bis 70 Prozent von höchstens 28.000 Euro, bis zu 80 Prozent nur bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro. Ab dem ersten Quartal 2027 gelten neue Sätze.

Wärmepumpe: Kosten und Marktpreise im Überblick

Eine Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus vor Förderung meist einen mittleren fünfstelligen Betrag. Die belastbarsten Zahlen stammen aus echten Angeboten: Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat 160 Angebote für Luft-Wasser-Wärmepumpen ausgewertet, erstellt zwischen September 2025 und April 2026 für Ein- und Zweifamilienhäuser. Die Gesamtkosten lagen zwischen 21.099 und 54.168 Euro, der Mittelwert bei 36.397 Euro, der Median bei 34.898 Euro.

Für Erdwärme- und Grundwasser-Wärmepumpen gibt es keine vergleichbare Angebotsauswertung. Hier helfen Modellrechnungen und Preisempfehlungen der Hersteller. Die folgende Tabelle fasst die Marktwerte zusammen.

Gesamtkosten vor Förderung. Marktwerte aus den genannten Quellen, Stand 2024 bis 2026; keine Preise der Rieth GmbH. Regionale Unterschiede und Abweichungen im Einzelfall sind möglich.
WärmepumpeMarktwert komplettQuelle
Luft-Wasser, 160 echte Angebote21.099 bis 54.168 Euro, Mittelwert 36.397 EuroVerbraucherzentrale RLP, 2026
Luft-Wasser, Beispielabrechnung Einfamilienhausrund 30.900 Euroco2online, Herbst 2024
Erdwärme mit Flächenkollektor19.000 bis 24.000 EuroBosch, Preisempfehlung
Erdwärme mit Sonde bis rund 100 m25.000 bis 30.000 EuroBosch, Preisempfehlung
Erdwärme, Modellhaus 130 m², Baujahr 1994rund 46.500 Euroco2online
Grundwasser (Wasser-Wasser)rund 27.000 bis 50.000 Euro, Modellhaus rund 44.500 Euroco2online

Die Spanne ist groß, weil Leistungen laut Verbraucherzentrale unterschiedlich definiert, gebündelt oder gar nicht enthalten sind. Ein günstiges Angebot ist oft eines, in dem etwas fehlt. Die Werte von Bosch sind unverbindliche Preisempfehlungen für Gerät, Installation und Erschließung, ohne weitere Arbeiten im Haus.

Sie wollen wissen, was eine Wärmepumpe in Ihrem Haus kostet? Wir sehen uns Heizung, Heizkörper und Zählerschrank vor Ort an und nennen danach einen Festpreis mit allen Posten.

Wärmepumpen-Preise nach Typ: Luft, Erdwärme, Grundwasser

Den größten Unterschied im Preis macht die Wärmequelle. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe holt die Wärme aus der Außenluft und braucht dafür nur ein Außengerät. Erdwärme- und Grundwasser-Wärmepumpen brauchen eine Erschließung im Boden, die allein einen fünfstelligen Betrag kosten kann. Dafür arbeiten sie im Winter effizienter, weil Boden und Grundwasser wärmer sind als die Winterluft.

Luft-Wasser-Wärmepumpe: die günstigste Bauart

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist im Bestand die häufigste Lösung, weil sie ohne Bohrung auskommt. Die meisten der von der Verbraucherzentrale geprüften Angebote lagen bei 10 bis 12 Kilowatt, danach folgten 7 bis 9 und 4 bis 6 Kilowatt. Wie sich ein Preis zusammensetzt, zeigt eine Beispielabrechnung von co2online für ein Einfamilienhaus, in dem die Wärmepumpe eine Gasheizung ersetzt hat: Von rund 30.900 Euro entfielen rund 20.400 Euro auf Wärmepumpe, Pufferspeicher und Material und rund 10.500 Euro auf die Installation, davon etwa 7.100 Euro Montage einschließlich Ausbau der Gasheizung, 2.200 Euro Elektrik und 250 Euro hydraulischer Abgleich.

Im Feldtest des Fraunhofer ISE erreichten Luft-Wasser-Wärmepumpen in Bestandsgebäuden eine mittlere Jahresarbeitszahl von 3,4, bei einer Spanne von 2,6 bis 4,9. Aus einer Kilowattstunde Strom wurden also im Mittel 3,4 Kilowattstunden Wärme.

Erdwärmepumpe: Bohrung oder Kollektor treibt den Preis

Bei der Erdwärmepumpe, fachlich Sole-Wasser-Wärmepumpe, kommt die Erschließung des Bodens dazu. Bosch nennt als Preisempfehlung 12.000 bis 14.000 Euro für das Gerät, 3.500 bis 4.500 Euro für die Installation und für die Erschließung 3.500 bis 5.500 Euro mit Flächenkollektor oder 9.500 bis 11.500 Euro für eine Bohrung bis rund 100 Meter. Die Modellrechnung von co2online für ein Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern, Baujahr 1994, liegt mit rund 46.500 Euro deutlich höher; allein die Bohrung ist dort mit 16.000 Euro angesetzt.

Im Feldtest des Fraunhofer ISE erreichten Erdwärmepumpen im Bestand eine mittlere Jahresarbeitszahl von 4,3, bei einer Spanne von 3,6 bis 5,4. Sie brauchen also für dieselbe Wärme weniger Strom. Bohrtiefe, Genehmigung in Hessen und den Vergleich mit dem Flächenkollektor erklärt unser Ratgeber Erdwärmepumpe: Kosten, Sonde und Kollektor.

Grundwasser-Wärmepumpe: zwei Brunnen und eine Genehmigung

Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt Grundwasser aus einem Förderbrunnen und gibt es über einen zweiten Brunnen zurück. co2online nennt für die Wärmepumpe selbst 15.000 bis 25.000 Euro, für die Brunnenbohrungen etwa 8.000 bis 16.000 Euro und für die Installation 4.000 bis 9.000 Euro. Das ergibt Gesamtkosten von rund 27.000 bis 50.000 Euro; die Modellrechnung für das Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern kommt auf rund 44.500 Euro. Für die Brunnen braucht es eine wasserrechtliche Genehmigung und ausreichend Grundwasser in passender Tiefe, und co2online weist darauf hin, dass gerade die Bohrung deutlich teurer werden kann.

Was kostet eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus?

Für ein typisches Einfamilienhaus ist die Auswertung der Verbraucherzentrale der beste Anhaltspunkt, denn sie umfasst ausschließlich Angebote für Ein- und Zweifamilienhäuser: Die Hälfte der 160 Angebote lag unter 34.898 Euro, die andere Hälfte darüber, im Mittel kosteten sie 36.397 Euro. Entscheidend ist dabei weniger die Wohnfläche als die Heizlast, also die Wärmeleistung, die das Haus am kältesten Tag braucht. Ein gut gedämmtes Haus mit 150 Quadratmetern kann mit einer kleineren Wärmepumpe auskommen als ein unsaniertes mit 120 Quadratmetern.

Je Kilowatt Heizleistung kosteten die Angebote im Mittel 4.283 Euro. Im mittleren Bereich von etwa 8 bis 12 Kilowatt, in dem die meisten Angebote lagen, bewegten sich die Werte meist zwischen etwa 3.000 und 5.000 Euro je Kilowatt. Kleine Anlagen von 4 bis 7 Kilowatt kosteten je Kilowatt häufig 5.000 bis 8.500 Euro, große ab etwa 12 Kilowatt oft nur noch 2.300 bis 3.500 Euro.

Rechenbeispiel: 10 Kilowatt für ein Einfamilienhaus

Braucht ein Haus laut Heizlastberechnung eine Wärmepumpe mit 10 Kilowatt, ergeben die typischen 3.000 bis 5.000 Euro je Kilowatt rechnerisch 30.000 bis 50.000 Euro. Das passt zur Beispielabrechnung von co2online mit rund 30.900 Euro und zum Durchschnitt der Verbraucherzentrale. Einen verlässlichen Preis je Quadratmeter gibt es nicht, weil zwei gleich große Häuser sehr unterschiedliche Heizlasten haben können.

Warum die Heizlast zählt

Eine zu große Wärmepumpe kostet mehr und schaltet im Betrieb häufiger an und aus, eine zu kleine braucht an kalten Tagen öfter den Heizstab. Die Heizlast wird deshalb vor dem Angebot nach DIN EN 12831 berechnet, nicht aus der Wohnfläche geschätzt.

Wärmepumpe im Altbau: welche Zusatzkosten dazukommen

Im Altbau ist die Wärmepumpe meist nicht teurer, weil das Gerät teurer wäre, sondern weil um das Gerät herum mehr zu tun ist. co2online beziffert diese Zusatzkosten auf meist 2.000 bis 10.000 Euro und nennt als Beispiele den Tausch oder die Anpassung einzelner Heizkörper, den Ausbau und die Entsorgung der alten Gasheizung und einen neuen oder größeren Pufferspeicher.

  • Heizkörper: Eine Wärmepumpe arbeitet am wirtschaftlichsten mit niedriger Vorlauftemperatur. Reichen einzelne Heizkörper dafür nicht, werden sie gegen größere getauscht. In den Angeboten, die die Verbraucherzentrale geprüft hat, war ein Heizkörpertausch in 23 Prozent enthalten.
  • Hydraulischer Abgleich: Er gehört zur Förderung dazu und war in 86 Prozent der Angebote enthalten.
  • Zählerschrank: Er muss den technischen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers entsprechen und Platz für zusätzliche Komponenten bieten. Der Umbau war nur in etwa einem Drittel der Angebote ausdrücklich berücksichtigt.
  • Altanlage und Öltank: Ausbau und Entsorgung der alten Heizung gehören in das Angebot. Ein Öltank ist ein eigener Posten; co2online nennt für seine Demontage 400 bis 2.000 Euro.

Ob die vorhandenen Heizkörper reichen und wie Sie das mit einem einfachen Test selbst prüfen, erklärt unser Ratgeber Wärmepumpe im Altbau. Dort stehen auch die Messwerte aus dem Feldtest des Fraunhofer ISE mit Häusern ab Baujahr 1826.

Einbau und Nebenkosten: was ein vollständiges Angebot enthält

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat ausgewertet, was die einzelnen Posten kosten, wenn sie im Angebot einzeln ausgewiesen sind. Die Spannen zeigen, warum zwei Angebote für dasselbe Haus so weit auseinanderliegen können.

Einzelposten aus 160 Angeboten für Luft-Wasser-Wärmepumpen, erstellt September 2025 bis April 2026, nur wo einzeln ausgewiesen. Quelle: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Auswertung Angebote Wärmepumpen 2026. Keine Preise der Rieth GmbH.
PostenMittelwertSpanne
Montage und Lohn6.634 Euro2.975 bis 13.836 Euro
Elektroinstallation2.767 Euro347 bis 7.648 Euro
Warmwasserbereitung2.190 Euro524 bis 5.516 Euro
Umbau Zählerschrank2.806 Euro350 bis 7.765 Euro
Fundament1.607 Euro298 bis 3.570 Euro
Pufferspeicher1.498 Euro451 bis 10.938 Euro
Hydraulischer Abgleich1.172 Euro120 bis 5.300 Euro

Die größte Streuung hat die Montage. Bei der Elektroinstallation reicht die Spanne von wenigen hundert bis über 7.000 Euro, was nach Einschätzung der Verbraucherzentrale auf unterschiedlichen Leistungsumfang und unklare Abgrenzungen zurückgeht. Elektroarbeiten standen in rund 80 Prozent der Angebote, der Umbau des Zählerschranks nur in rund 31 Prozent; wo er einzeln ausgewiesen war, kostete er im Mittel 2.806 Euro. Das Zählerkonzept, also ob die Wärmepumpe über den Haushaltszähler oder einen eigenen Zähler läuft, fehlte in rund 90 Prozent der Angebote.

Diese Posten sollten im Angebot stehen

  • Wärmepumpe mit Leistung in Kilowatt und der Heizlastberechnung, aus der sie stammt
  • Fundament oder Wandkonsole für das Außengerät und die Leitungsführung ins Haus
  • Warmwasserspeicher und, falls nötig, Pufferspeicher
  • Demontage und Entsorgung der alten Heizung
  • Elektroinstallation, Umbau des Zählerschranks und das Zählerkonzept
  • Hydraulischer Abgleich und Anpassung einzelner Heizkörper
  • Inbetriebnahme, Einweisung und die förderrelevanten Nachweise

Auch bei den Vertragsbedingungen fand die Verbraucherzentrale große Unterschiede: Die verlangten Anzahlungen reichten von 12 bis 85 Prozent, Wartungskosten nannten nur 22 der 160 Angebote, und nur rund ein Drittel enthielt die für die Förderung wichtige aufschiebende oder auflösende Bedingung. Fragen Sie diese Punkte gezielt nach.

Betriebskosten: was eine Wärmepumpe im Jahr und im Monat kostet

Die laufenden Kosten einer Wärmepumpe bestehen fast nur aus Strom, dazu kommt die Wartung. Der Heizspiegel von co2online weist für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern für das Abrechnungsjahr 2025 rund 1.260 Euro Heizkosten mit einer Wärmepumpe aus, mit einer Gasheizung rund 2.040 Euro. Für 2026 erwartet co2online rund 1.300 Euro mit Wärmepumpe und rund 1.930 Euro mit Gas. Umgerechnet sind das bei der Wärmepumpe gut 100 Euro im Monat.

Den Stromverbrauch selbst überschlagen

Die Verbraucherzentrale empfiehlt eine einfache Rechnung: den bisherigen Heizenergieverbrauch in Kilowattstunden durch die erwartete Jahresarbeitszahl teilen. Bei Gas steht der Wert auf der Rechnung, bei Öl multiplizieren Sie die Liter mit zehn. Ein Haus mit 12.000 Kilowattstunden Wärmebedarf braucht bei der im Fraunhofer-Feldtest gemessenen mittleren Jahresarbeitszahl von 3,4 rund 3.530 Kilowattstunden Strom.

Rechenbeispiel: 12.000 kWh Wärmebedarf, Jahresarbeitszahl 3,4 (Mittelwert Luft-Wasser im Fraunhofer-Feldtest). Haushaltsstrom: Durchschnitt 2026 laut BDEW-Strompreisanalyse, 37,0 Cent je kWh. Wärmepumpentarif: Durchschnitt der Tarife mit reduziertem Netzentgelt nach Modul 2 im Marktcheck der Verbraucherzentrale NRW vom Februar 2026, 24 Cent je kWh plus 140 Euro Grundpreis im Jahr; setzt einen eigenen Zähler voraus.
TarifStrom im JahrKosten im JahrKosten im Monat
Haushaltsstromrund 3.530 kWhrund 1.310 Eurorund 109 Euro
Wärmepumpentarifrund 3.530 kWhrund 990 Eurorund 82 Euro

Den größten Hebel hat die Jahresarbeitszahl. Sinkt sie von 3,4 auf 2,6, das untere Ende im Feldtest, braucht dasselbe Haus rund 4.600 statt 3.530 Kilowattstunden. Sie hängt vor allem an der Vorlauftemperatur. Wie Sie den Verbrauch Ihrer Anlage berechnen, zeigt der Ratgeber Stromverbrauch einer Wärmepumpe.

Wärmepumpentarif und reduziertes Netzentgelt

Für Wärmepumpen gibt es eigene Stromtarife, dann kommen laut Verbraucherzentrale ein monatlicher Grundpreis und einmalige Kosten für einen zweiten Zähler dazu. Unabhängig vom Tarif gilt seit 1. Januar 2024 § 14a Energiewirtschaftsgesetz: Neue Wärmepumpen mit mehr als 4,2 Kilowatt Anschlussleistung sind steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Der Netzbetreiber darf ihren Strombezug bei drohender Überlastung vorübergehend auf 4,2 Kilowatt drosseln, im Gegenzug sinkt das Netzentgelt. Nach Angaben der Bundesnetzagentur beträgt die pauschale Reduzierung im Modul 1 je nach Netzgebiet etwa 110 bis 190 Euro im Jahr (Stand 2023). Im Modul 2 sinkt der Arbeitspreis des Netzentgelts auf 40 Prozent, dafür braucht die Wärmepumpe einen eigenen Zähler. Im Netz der Stadtwerke Wiesbaden Netz beträgt die Pauschale nach Modul 1 im Jahr 2026 netto 132,48 Euro, im Modul 2 sinkt der Netz-Arbeitspreis von 8,70 auf 3,48 Cent je Kilowattstunde netto.

Wartung

Für die Wartung nennt die Verbraucherzentrale etwa 150 bis 300 Euro im Jahr plus Arbeits- und Fahrtzeit, co2online für Luft-Wasser-Wärmepumpen 150 bis 400 Euro. Der Schornsteinfeger entfällt. Was die Wartung umfasst, steht auf unserer Seite Wärmepumpe warten lassen.

Förderung abgezogen: was von den Kosten bleibt

Die KfW fördert den Einbau einer Wärmepumpe mit einem Zuschuss aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude. Grundlage ist die Förderrichtlinie vom 17. August 2026, in Kraft seit 21. Juli 2026. Für selbstnutzende Eigentümer setzt sich der Satz so zusammen:

  • 30 Prozent Grundförderung für alle Antragsteller.
  • 16 Prozent Klimageschwindigkeits-Bonus beim Ersatz einer Öl-, Kohle-, Gas-Etagen- oder Nachtspeicherheizung oder einer mindestens 20 Jahre alten Gas- oder Biomasseheizung.
  • Einkommensbonus: 40 Prozent bis 30.000 Euro, 30 Prozent bis 40.000 Euro und 10 Prozent bis 50.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen; mit minderjährigem Kind im Haushalt zählt das Einkommen 10.000 Euro niedriger.

Die Summe ist gedeckelt: grundsätzlich bei 70 Prozent, bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro, mit Familienzuschlag bis 40.000 Euro, bei 80 Prozent. Gefördert werden für die erste Wohneinheit höchstens 28.000 Euro Kosten. Vermieter, Unternehmen und Nichtwohngebäude erhalten 30 Prozent, die Boni gibt es nur für selbstnutzende Eigentümer.

Beispiel: Luft-Wasser-Wärmepumpe zum Durchschnittspreis der Verbraucherzentrale RLP (rund 36.400 Euro), förderfähig höchstens 28.000 Euro für die erste Wohneinheit. Fördersätze nach Förderrichtlinie BEG EM vom 17.08.2026, gültig für Anträge bis 31.01.2027.
FallSatzZuschussEigenanteil
nur Grundförderung, etwa bei einer Gasheizung jünger als 20 Jahre30 %8.400 Eurorund 28.000 Euro
Austausch einer alten Öl- oder Gasheizung, der häufigste Fall46 %12.880 Eurorund 23.520 Euro
dazu 10 % Einkommensbonus, Einkommen 40.000 bis 50.000 Euro56 %15.680 Eurorund 20.720 Euro
dazu 30 % Einkommensbonus, Einkommen 30.000 bis 40.000 Euro, gedeckelt70 %19.600 Eurorund 16.800 Euro
dazu 40 % Einkommensbonus, Einkommen bis 30.000 Euro, gedeckelt80 %22.400 Eurorund 14.000 Euro

Der Zuschuss wird erst nach Abschluss ausgezahlt, die Kosten müssen Sie also zunächst selbst tragen. Den Antrag stellen Sie vor dem Start des Vorhabens im Kundenportal der KfW; vorher schließen Sie mit dem Fachbetrieb einen Vertrag, der unter der Bedingung der Förderzusage steht. Alle Boni, Bedingungen und den Ablauf Schritt für Schritt erklärt unser Ratgeber Heizungsförderung 2026.

Ab 2027: neue Fördersätze für die Wärmepumpe

Die Förderrichtlinie legt schon heute fest, dass die Förderung ab 2027 in mehreren Stufen sinkt:

  • Ab dem ersten Quartal 2027 beträgt die Grundförderung für Wärmepumpen 15 statt 30 Prozent, plus 15 Prozentpunkte Wertschöpfungs-Bonus, wenn die Wärmepumpe ihren Ursprung in der EU hat. Die übrigen Boni und die Obergrenze von 70 beziehungsweise 80 Prozent bleiben.
  • Der Klimageschwindigkeits-Bonus sinkt von 16 Prozent auf 12 Prozent ab 1. Februar 2027, auf 8 Prozent ab 1. August 2027 und auf 4 Prozent ab 1. Februar 2028. Ab 1. August 2028 entfällt er.
  • Die förderfähigen Kosten für die erste Wohneinheit sinken von 28.000 Euro auf 27.250 Euro ab 1. Februar 2027 und auf 26.500 Euro ab 1. August 2027.
  • Ab dem ersten Quartal 2027 wird der Ersatz einer Wärmepumpe nicht mehr gefördert, die seit dem 1. Januar 2008 in Betrieb ist.
  • Ab 1. Januar 2028 werden nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln gefördert, etwa Propan.

Für den häufigsten Fall, den Tausch einer alten Gasheizung ohne Einkommensbonus, heißt das: Heute sind es 46 Prozent von 28.000 Euro, also 12.880 Euro. Gelten die neuen Sätze, wären es ab Februar 2027 mit einer Wärmepumpe aus der EU 15 plus 15 plus 12 Prozent von 27.250 Euro, also 11.445 Euro, ohne EU-Ursprung 27 Prozent oder rund 7.360 Euro. Ein genaues Datum im ersten Quartal nennt die Richtlinie nicht. Bei der Umstellung im Juli 2026 behielten bereits zugesagte Anträge ihre Konditionen; wer die Wärmepumpe ohnehin plant, sollte den Antrag nicht aufschieben.

Steuerbonus statt Förderung: § 35c EStG

Statt des Zuschusses können selbstnutzende Eigentümer eine neue Heizung über die Einkommensteuer geltend machen. Nach § 35c Einkommensteuergesetz mindern 20 Prozent der Aufwendungen die Steuer, verteilt auf drei Jahre mit 7, 7 und 6 Prozent, insgesamt höchstens 40.000 Euro je Objekt. Das Gebäude muss bei Beginn der Maßnahme älter als zehn Jahre sein, die Maßnahme vor dem 1. Januar 2030 abgeschlossen werden, und der Fachbetrieb stellt eine Bescheinigung aus.

Beides zusammen geht nicht: Wer für dieselbe Maßnahme einen Zuschuss oder ein zinsverbilligtes Darlehen erhält, bekommt den Steuerbonus nicht, und auch § 35a für Handwerkerleistungen scheidet dann aus. Weil schon die Grundförderung 30 Prozent beträgt, ist der Zuschuss in den meisten Fällen die bessere Wahl. Im Zweifel rechnet Ihre Steuerberatung beides durch.

Angebote vergleichen und zum Festpreis kommen

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, mehrere Angebote einzuholen und sorgfältig zu vergleichen. Legen Sie die Angebote nebeneinander und prüfen Sie zuerst die Liste aus dem Abschnitt zu den Nebenkosten: Heizlastberechnung, Zählerschrank, hydraulischer Abgleich, Heizkörper, Anzahlung und Wartung. Erst wenn der Umfang gleich ist, sagt der Preis etwas aus.

Wir machen das Angebot für eine Wärmepumpe mit Einbau nach einem Termin vor Ort: Heizlast, Heizkörper, Aufstellort und Zählerschrank sehen wir uns an, bevor wir einen Preis nennen. Im Angebot steht jeder Posten einzeln, dazu der Fördersatz, der zu Ihrem Fall passt. Auf Wunsch zahlen Sie den Eigenanteil im Ratenmodell als monatliche Rate. Wie unsere Wärmepumpen geplant, eingebaut und gewartet werden, zeigt die Seite Wärmepumpe in Wiesbaden.

Zwei Monteure setzen das Außengerät einer Luft-Wasser-Wärmepumpe auf das Fundament
Festpreis nach Aufmaß

Wärmepumpe einbauen lassen in Wiesbaden

Wir planen die Wärmepumpe nach Heizlast, nennen nach dem Termin vor Ort einen Festpreis mit allen Posten und unterstützen Sie beim Förderantrag. Auf Wunsch im Ratenmodell.

Zur Wärmepumpen-Installation

Stand: 10/2026. Euro-Angaben sind Marktwerte, Modellrechnungen oder Herstellerangaben aus den genannten Quellen, keine Preiszusage und keine Preise der Rieth GmbH. Fördersätze nach der Förderrichtlinie BEG EM vom 17.08.2026.

Was kostet die Wärmepumpe in Ihrem Haus? Wir kommen zum Termin vor Ort, rechnen die Heizlast und nennen Ihnen danach einen Festpreis mit Förderung. Unverbindlich und kostenlos beraten.
Quellen und Grundlagen
Ratgeber der Rieth GmbH · Meisterbetrieb aus Wiesbaden seit 1895

Häufige Fragen zu den Kosten einer Wärmepumpe

Was kostet eine Wärmepumpe?
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet komplett meist zwischen rund 21.000 und 54.000 Euro, im Schnitt rund 36.400 Euro, so die Auswertung von 160 Angeboten durch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz 2026. Erdwärme- und Grundwasser-Wärmepumpen kosten wegen Bohrung oder Brunnen meist mehr. Davon geht die Förderung ab.
Was kostet eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus?
In der Auswertung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, die nur Ein- und Zweifamilienhäuser umfasst, lag die Hälfte der Angebote für Luft-Wasser-Wärmepumpen unter 34.898 Euro, der Mittelwert bei 36.397 Euro vor Förderung. Für eine Anlage mit 10 Kilowatt ergeben die typischen 3.000 bis 5.000 Euro je Kilowatt rechnerisch 30.000 bis 50.000 Euro. Maßgeblich ist die Heizlast des Hauses, nicht die Wohnfläche.
Was kostet eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit allen Nebenkosten?
In den 160 Angeboten der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz lagen die Gesamtkosten zwischen 21.099 und 54.168 Euro. Montage und Lohn kosteten im Mittel 6.634 Euro, die Elektroinstallation 2.767 Euro. Den Umbau des Zählerschranks, im Mittel 2.806 Euro, nannte nur etwa ein Drittel der Angebote.
Wie viel teurer ist eine Erdwärmepumpe?
Bosch nennt als Preisempfehlung 19.000 bis 24.000 Euro mit Flächenkollektor und 25.000 bis 30.000 Euro mit Erdsonde, co2online kommt im Modellhaus mit 130 Quadratmetern auf rund 46.500 Euro. Dafür braucht die Erdwärmepumpe im Betrieb weniger Strom.
Was kostet eine Wärmepumpe im Monat?
Laut Heizspiegel lagen die Heizkosten mit Wärmepumpe in einem Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern 2025 bei rund 1.260 Euro im Jahr, also gut 100 Euro im Monat. Bei 12.000 Kilowattstunden Wärmebedarf und einer Jahresarbeitszahl von 3,4 sind es je nach Tarif rund 82 bis 109 Euro im Monat, dazu kommt die Wartung.
Wie viel Förderung gibt es für eine Wärmepumpe?
Selbstnutzende Eigentümer erhalten 30 Prozent Grundförderung, beim Tausch einer alten Öl- oder Gasheizung meist 46 Prozent. Mit Einkommensbonus sind bis zu 70 Prozent möglich, bis zu 80 Prozent nur bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro, mit Familienzuschlag bis 40.000 Euro. Gefördert werden höchstens 28.000 Euro Kosten für die erste Wohneinheit.
Was ändert sich 2027 bei der Förderung?
Ab dem ersten Quartal 2027 sinkt die Grundförderung für Wärmepumpen auf 15 Prozent, dazu kommen 15 Prozentpunkte, wenn das Gerät aus der EU stammt. Der Klimageschwindigkeits-Bonus fällt ab 1. Februar 2027 auf 12 Prozent und entfällt ab 1. August 2028. Die förderfähigen Kosten sinken ab Februar 2027 auf 27.250 Euro.
Warum sind die Wärmepumpen-Preise so unterschiedlich?
Weil Angebote unterschiedlich viel enthalten, etwa Zählerschrank, Fundament oder Heizkörpertausch. Dazu kommen Leistung, Wärmequelle und Aufwand im Haus. Kleine Anlagen sind je Kilowatt deutlich teurer als große.
Rechnet sich eine Wärmepumpe gegenüber einer Gasheizung?
Im Betrieb meist ja: Laut Heizspiegel kostete Heizen im Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern 2025 mit Wärmepumpe rund 1.260 Euro, mit Gas rund 2.040 Euro. In der Anschaffung ist die Wärmepumpe teurer, die Förderung gleicht einen Teil aus.
Kann ich eine Wärmepumpe in Raten bezahlen?
Ja. Neben dem Ergänzungskredit der KfW bieten viele Fachbetriebe ein Ratenmodell an. Bei Rieth können Sie den Eigenanteil nach Abzug der Förderung als monatliche Rate zahlen. Den Festpreis nennen wir nach dem Termin vor Ort.