Was kostet eine Wärmepumpe? Luft-Wasser im Schnitt rund 36.400 Euro vor Förderung
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus komplett meist zwischen rund 21.000 und 54.000 Euro, im Schnitt rund 36.400 Euro. So steht es in der Auswertung von 160 Angeboten, die die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz im Juli 2026 veröffentlicht hat. Erdwärme- und Grundwasser-Wärmepumpen liegen wegen Bohrung oder Brunnen meist darüber. Wir zeigen die Wärmepumpen-Preise nach Typ, was eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus kostet, welche Posten in ein vollständiges Angebot gehören, was der Betrieb im Jahr kostet und was nach Abzug der Förderung bleibt. Alle Zahlen sind Marktwerte mit Quelle, keine Preise der Rieth GmbH.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet komplett meist rund 21.000 bis 54.000 Euro, im Schnitt rund 36.400 Euro (Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, 160 Angebote).
- Erdwärme und Grundwasser kosten wegen Bohrung oder Brunnen mehr, in Modellrechnungen von co2online rund 46.500 und 44.500 Euro.
- Neben dem Gerät kosten vor allem Montage, Elektrik und Zählerschrank. Den Zählerschrank nannte nur etwa ein Drittel der geprüften Angebote.
- Im Betrieb kostete eine Wärmepumpe im Einfamilienhaus mit 130 m² laut Heizspiegel 2025 rund 1.260 Euro im Jahr, eine Gasheizung rund 2.040 Euro.
- Die Förderung senkt die Kosten um 30 bis 70 Prozent von höchstens 28.000 Euro, bis zu 80 Prozent nur bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro. Ab dem ersten Quartal 2027 gelten neue Sätze.
Wärmepumpe: Kosten und Marktpreise im Überblick
Eine Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus vor Förderung meist einen mittleren fünfstelligen Betrag. Die belastbarsten Zahlen stammen aus echten Angeboten: Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat 160 Angebote für Luft-Wasser-Wärmepumpen ausgewertet, erstellt zwischen September 2025 und April 2026 für Ein- und Zweifamilienhäuser. Die Gesamtkosten lagen zwischen 21.099 und 54.168 Euro, der Mittelwert bei 36.397 Euro, der Median bei 34.898 Euro.
Für Erdwärme- und Grundwasser-Wärmepumpen gibt es keine vergleichbare Angebotsauswertung. Hier helfen Modellrechnungen und Preisempfehlungen der Hersteller. Die folgende Tabelle fasst die Marktwerte zusammen.
| Wärmepumpe | Marktwert komplett | Quelle |
|---|---|---|
| Luft-Wasser, 160 echte Angebote | 21.099 bis 54.168 Euro, Mittelwert 36.397 Euro | Verbraucherzentrale RLP, 2026 |
| Luft-Wasser, Beispielabrechnung Einfamilienhaus | rund 30.900 Euro | co2online, Herbst 2024 |
| Erdwärme mit Flächenkollektor | 19.000 bis 24.000 Euro | Bosch, Preisempfehlung |
| Erdwärme mit Sonde bis rund 100 m | 25.000 bis 30.000 Euro | Bosch, Preisempfehlung |
| Erdwärme, Modellhaus 130 m², Baujahr 1994 | rund 46.500 Euro | co2online |
| Grundwasser (Wasser-Wasser) | rund 27.000 bis 50.000 Euro, Modellhaus rund 44.500 Euro | co2online |
Die Spanne ist groß, weil Leistungen laut Verbraucherzentrale unterschiedlich definiert, gebündelt oder gar nicht enthalten sind. Ein günstiges Angebot ist oft eines, in dem etwas fehlt. Die Werte von Bosch sind unverbindliche Preisempfehlungen für Gerät, Installation und Erschließung, ohne weitere Arbeiten im Haus.
Wärmepumpen-Preise nach Typ: Luft, Erdwärme, Grundwasser
Den größten Unterschied im Preis macht die Wärmequelle. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe holt die Wärme aus der Außenluft und braucht dafür nur ein Außengerät. Erdwärme- und Grundwasser-Wärmepumpen brauchen eine Erschließung im Boden, die allein einen fünfstelligen Betrag kosten kann. Dafür arbeiten sie im Winter effizienter, weil Boden und Grundwasser wärmer sind als die Winterluft.
Luft-Wasser-Wärmepumpe: die günstigste Bauart
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist im Bestand die häufigste Lösung, weil sie ohne Bohrung auskommt. Die meisten der von der Verbraucherzentrale geprüften Angebote lagen bei 10 bis 12 Kilowatt, danach folgten 7 bis 9 und 4 bis 6 Kilowatt. Wie sich ein Preis zusammensetzt, zeigt eine Beispielabrechnung von co2online für ein Einfamilienhaus, in dem die Wärmepumpe eine Gasheizung ersetzt hat: Von rund 30.900 Euro entfielen rund 20.400 Euro auf Wärmepumpe, Pufferspeicher und Material und rund 10.500 Euro auf die Installation, davon etwa 7.100 Euro Montage einschließlich Ausbau der Gasheizung, 2.200 Euro Elektrik und 250 Euro hydraulischer Abgleich.
Im Feldtest des Fraunhofer ISE erreichten Luft-Wasser-Wärmepumpen in Bestandsgebäuden eine mittlere Jahresarbeitszahl von 3,4, bei einer Spanne von 2,6 bis 4,9. Aus einer Kilowattstunde Strom wurden also im Mittel 3,4 Kilowattstunden Wärme.
Erdwärmepumpe: Bohrung oder Kollektor treibt den Preis
Bei der Erdwärmepumpe, fachlich Sole-Wasser-Wärmepumpe, kommt die Erschließung des Bodens dazu. Bosch nennt als Preisempfehlung 12.000 bis 14.000 Euro für das Gerät, 3.500 bis 4.500 Euro für die Installation und für die Erschließung 3.500 bis 5.500 Euro mit Flächenkollektor oder 9.500 bis 11.500 Euro für eine Bohrung bis rund 100 Meter. Die Modellrechnung von co2online für ein Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern, Baujahr 1994, liegt mit rund 46.500 Euro deutlich höher; allein die Bohrung ist dort mit 16.000 Euro angesetzt.
Im Feldtest des Fraunhofer ISE erreichten Erdwärmepumpen im Bestand eine mittlere Jahresarbeitszahl von 4,3, bei einer Spanne von 3,6 bis 5,4. Sie brauchen also für dieselbe Wärme weniger Strom. Bohrtiefe, Genehmigung in Hessen und den Vergleich mit dem Flächenkollektor erklärt unser Ratgeber Erdwärmepumpe: Kosten, Sonde und Kollektor.
Grundwasser-Wärmepumpe: zwei Brunnen und eine Genehmigung
Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt Grundwasser aus einem Förderbrunnen und gibt es über einen zweiten Brunnen zurück. co2online nennt für die Wärmepumpe selbst 15.000 bis 25.000 Euro, für die Brunnenbohrungen etwa 8.000 bis 16.000 Euro und für die Installation 4.000 bis 9.000 Euro. Das ergibt Gesamtkosten von rund 27.000 bis 50.000 Euro; die Modellrechnung für das Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern kommt auf rund 44.500 Euro. Für die Brunnen braucht es eine wasserrechtliche Genehmigung und ausreichend Grundwasser in passender Tiefe, und co2online weist darauf hin, dass gerade die Bohrung deutlich teurer werden kann.
Was kostet eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus?
Für ein typisches Einfamilienhaus ist die Auswertung der Verbraucherzentrale der beste Anhaltspunkt, denn sie umfasst ausschließlich Angebote für Ein- und Zweifamilienhäuser: Die Hälfte der 160 Angebote lag unter 34.898 Euro, die andere Hälfte darüber, im Mittel kosteten sie 36.397 Euro. Entscheidend ist dabei weniger die Wohnfläche als die Heizlast, also die Wärmeleistung, die das Haus am kältesten Tag braucht. Ein gut gedämmtes Haus mit 150 Quadratmetern kann mit einer kleineren Wärmepumpe auskommen als ein unsaniertes mit 120 Quadratmetern.
Je Kilowatt Heizleistung kosteten die Angebote im Mittel 4.283 Euro. Im mittleren Bereich von etwa 8 bis 12 Kilowatt, in dem die meisten Angebote lagen, bewegten sich die Werte meist zwischen etwa 3.000 und 5.000 Euro je Kilowatt. Kleine Anlagen von 4 bis 7 Kilowatt kosteten je Kilowatt häufig 5.000 bis 8.500 Euro, große ab etwa 12 Kilowatt oft nur noch 2.300 bis 3.500 Euro.
Rechenbeispiel: 10 Kilowatt für ein Einfamilienhaus
Braucht ein Haus laut Heizlastberechnung eine Wärmepumpe mit 10 Kilowatt, ergeben die typischen 3.000 bis 5.000 Euro je Kilowatt rechnerisch 30.000 bis 50.000 Euro. Das passt zur Beispielabrechnung von co2online mit rund 30.900 Euro und zum Durchschnitt der Verbraucherzentrale. Einen verlässlichen Preis je Quadratmeter gibt es nicht, weil zwei gleich große Häuser sehr unterschiedliche Heizlasten haben können.
Eine zu große Wärmepumpe kostet mehr und schaltet im Betrieb häufiger an und aus, eine zu kleine braucht an kalten Tagen öfter den Heizstab. Die Heizlast wird deshalb vor dem Angebot nach DIN EN 12831 berechnet, nicht aus der Wohnfläche geschätzt.
Wärmepumpe im Altbau: welche Zusatzkosten dazukommen
Im Altbau ist die Wärmepumpe meist nicht teurer, weil das Gerät teurer wäre, sondern weil um das Gerät herum mehr zu tun ist. co2online beziffert diese Zusatzkosten auf meist 2.000 bis 10.000 Euro und nennt als Beispiele den Tausch oder die Anpassung einzelner Heizkörper, den Ausbau und die Entsorgung der alten Gasheizung und einen neuen oder größeren Pufferspeicher.
- Heizkörper: Eine Wärmepumpe arbeitet am wirtschaftlichsten mit niedriger Vorlauftemperatur. Reichen einzelne Heizkörper dafür nicht, werden sie gegen größere getauscht. In den Angeboten, die die Verbraucherzentrale geprüft hat, war ein Heizkörpertausch in 23 Prozent enthalten.
- Hydraulischer Abgleich: Er gehört zur Förderung dazu und war in 86 Prozent der Angebote enthalten.
- Zählerschrank: Er muss den technischen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers entsprechen und Platz für zusätzliche Komponenten bieten. Der Umbau war nur in etwa einem Drittel der Angebote ausdrücklich berücksichtigt.
- Altanlage und Öltank: Ausbau und Entsorgung der alten Heizung gehören in das Angebot. Ein Öltank ist ein eigener Posten; co2online nennt für seine Demontage 400 bis 2.000 Euro.
Ob die vorhandenen Heizkörper reichen und wie Sie das mit einem einfachen Test selbst prüfen, erklärt unser Ratgeber Wärmepumpe im Altbau. Dort stehen auch die Messwerte aus dem Feldtest des Fraunhofer ISE mit Häusern ab Baujahr 1826.
Einbau und Nebenkosten: was ein vollständiges Angebot enthält
Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat ausgewertet, was die einzelnen Posten kosten, wenn sie im Angebot einzeln ausgewiesen sind. Die Spannen zeigen, warum zwei Angebote für dasselbe Haus so weit auseinanderliegen können.
| Posten | Mittelwert | Spanne |
|---|---|---|
| Montage und Lohn | 6.634 Euro | 2.975 bis 13.836 Euro |
| Elektroinstallation | 2.767 Euro | 347 bis 7.648 Euro |
| Warmwasserbereitung | 2.190 Euro | 524 bis 5.516 Euro |
| Umbau Zählerschrank | 2.806 Euro | 350 bis 7.765 Euro |
| Fundament | 1.607 Euro | 298 bis 3.570 Euro |
| Pufferspeicher | 1.498 Euro | 451 bis 10.938 Euro |
| Hydraulischer Abgleich | 1.172 Euro | 120 bis 5.300 Euro |
Die größte Streuung hat die Montage. Bei der Elektroinstallation reicht die Spanne von wenigen hundert bis über 7.000 Euro, was nach Einschätzung der Verbraucherzentrale auf unterschiedlichen Leistungsumfang und unklare Abgrenzungen zurückgeht. Elektroarbeiten standen in rund 80 Prozent der Angebote, der Umbau des Zählerschranks nur in rund 31 Prozent; wo er einzeln ausgewiesen war, kostete er im Mittel 2.806 Euro. Das Zählerkonzept, also ob die Wärmepumpe über den Haushaltszähler oder einen eigenen Zähler läuft, fehlte in rund 90 Prozent der Angebote.
Diese Posten sollten im Angebot stehen
- Wärmepumpe mit Leistung in Kilowatt und der Heizlastberechnung, aus der sie stammt
- Fundament oder Wandkonsole für das Außengerät und die Leitungsführung ins Haus
- Warmwasserspeicher und, falls nötig, Pufferspeicher
- Demontage und Entsorgung der alten Heizung
- Elektroinstallation, Umbau des Zählerschranks und das Zählerkonzept
- Hydraulischer Abgleich und Anpassung einzelner Heizkörper
- Inbetriebnahme, Einweisung und die förderrelevanten Nachweise
Auch bei den Vertragsbedingungen fand die Verbraucherzentrale große Unterschiede: Die verlangten Anzahlungen reichten von 12 bis 85 Prozent, Wartungskosten nannten nur 22 der 160 Angebote, und nur rund ein Drittel enthielt die für die Förderung wichtige aufschiebende oder auflösende Bedingung. Fragen Sie diese Punkte gezielt nach.
Betriebskosten: was eine Wärmepumpe im Jahr und im Monat kostet
Die laufenden Kosten einer Wärmepumpe bestehen fast nur aus Strom, dazu kommt die Wartung. Der Heizspiegel von co2online weist für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern für das Abrechnungsjahr 2025 rund 1.260 Euro Heizkosten mit einer Wärmepumpe aus, mit einer Gasheizung rund 2.040 Euro. Für 2026 erwartet co2online rund 1.300 Euro mit Wärmepumpe und rund 1.930 Euro mit Gas. Umgerechnet sind das bei der Wärmepumpe gut 100 Euro im Monat.
Den Stromverbrauch selbst überschlagen
Die Verbraucherzentrale empfiehlt eine einfache Rechnung: den bisherigen Heizenergieverbrauch in Kilowattstunden durch die erwartete Jahresarbeitszahl teilen. Bei Gas steht der Wert auf der Rechnung, bei Öl multiplizieren Sie die Liter mit zehn. Ein Haus mit 12.000 Kilowattstunden Wärmebedarf braucht bei der im Fraunhofer-Feldtest gemessenen mittleren Jahresarbeitszahl von 3,4 rund 3.530 Kilowattstunden Strom.
| Tarif | Strom im Jahr | Kosten im Jahr | Kosten im Monat |
|---|---|---|---|
| Haushaltsstrom | rund 3.530 kWh | rund 1.310 Euro | rund 109 Euro |
| Wärmepumpentarif | rund 3.530 kWh | rund 990 Euro | rund 82 Euro |
Den größten Hebel hat die Jahresarbeitszahl. Sinkt sie von 3,4 auf 2,6, das untere Ende im Feldtest, braucht dasselbe Haus rund 4.600 statt 3.530 Kilowattstunden. Sie hängt vor allem an der Vorlauftemperatur. Wie Sie den Verbrauch Ihrer Anlage berechnen, zeigt der Ratgeber Stromverbrauch einer Wärmepumpe.
Wärmepumpentarif und reduziertes Netzentgelt
Für Wärmepumpen gibt es eigene Stromtarife, dann kommen laut Verbraucherzentrale ein monatlicher Grundpreis und einmalige Kosten für einen zweiten Zähler dazu. Unabhängig vom Tarif gilt seit 1. Januar 2024 § 14a Energiewirtschaftsgesetz: Neue Wärmepumpen mit mehr als 4,2 Kilowatt Anschlussleistung sind steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Der Netzbetreiber darf ihren Strombezug bei drohender Überlastung vorübergehend auf 4,2 Kilowatt drosseln, im Gegenzug sinkt das Netzentgelt. Nach Angaben der Bundesnetzagentur beträgt die pauschale Reduzierung im Modul 1 je nach Netzgebiet etwa 110 bis 190 Euro im Jahr (Stand 2023). Im Modul 2 sinkt der Arbeitspreis des Netzentgelts auf 40 Prozent, dafür braucht die Wärmepumpe einen eigenen Zähler. Im Netz der Stadtwerke Wiesbaden Netz beträgt die Pauschale nach Modul 1 im Jahr 2026 netto 132,48 Euro, im Modul 2 sinkt der Netz-Arbeitspreis von 8,70 auf 3,48 Cent je Kilowattstunde netto.
Wartung
Für die Wartung nennt die Verbraucherzentrale etwa 150 bis 300 Euro im Jahr plus Arbeits- und Fahrtzeit, co2online für Luft-Wasser-Wärmepumpen 150 bis 400 Euro. Der Schornsteinfeger entfällt. Was die Wartung umfasst, steht auf unserer Seite Wärmepumpe warten lassen.
Förderung abgezogen: was von den Kosten bleibt
Die KfW fördert den Einbau einer Wärmepumpe mit einem Zuschuss aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude. Grundlage ist die Förderrichtlinie vom 17. August 2026, in Kraft seit 21. Juli 2026. Für selbstnutzende Eigentümer setzt sich der Satz so zusammen:
- 30 Prozent Grundförderung für alle Antragsteller.
- 16 Prozent Klimageschwindigkeits-Bonus beim Ersatz einer Öl-, Kohle-, Gas-Etagen- oder Nachtspeicherheizung oder einer mindestens 20 Jahre alten Gas- oder Biomasseheizung.
- Einkommensbonus: 40 Prozent bis 30.000 Euro, 30 Prozent bis 40.000 Euro und 10 Prozent bis 50.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen; mit minderjährigem Kind im Haushalt zählt das Einkommen 10.000 Euro niedriger.
Die Summe ist gedeckelt: grundsätzlich bei 70 Prozent, bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro, mit Familienzuschlag bis 40.000 Euro, bei 80 Prozent. Gefördert werden für die erste Wohneinheit höchstens 28.000 Euro Kosten. Vermieter, Unternehmen und Nichtwohngebäude erhalten 30 Prozent, die Boni gibt es nur für selbstnutzende Eigentümer.
| Fall | Satz | Zuschuss | Eigenanteil |
|---|---|---|---|
| nur Grundförderung, etwa bei einer Gasheizung jünger als 20 Jahre | 30 % | 8.400 Euro | rund 28.000 Euro |
| Austausch einer alten Öl- oder Gasheizung, der häufigste Fall | 46 % | 12.880 Euro | rund 23.520 Euro |
| dazu 10 % Einkommensbonus, Einkommen 40.000 bis 50.000 Euro | 56 % | 15.680 Euro | rund 20.720 Euro |
| dazu 30 % Einkommensbonus, Einkommen 30.000 bis 40.000 Euro, gedeckelt | 70 % | 19.600 Euro | rund 16.800 Euro |
| dazu 40 % Einkommensbonus, Einkommen bis 30.000 Euro, gedeckelt | 80 % | 22.400 Euro | rund 14.000 Euro |
Der Zuschuss wird erst nach Abschluss ausgezahlt, die Kosten müssen Sie also zunächst selbst tragen. Den Antrag stellen Sie vor dem Start des Vorhabens im Kundenportal der KfW; vorher schließen Sie mit dem Fachbetrieb einen Vertrag, der unter der Bedingung der Förderzusage steht. Alle Boni, Bedingungen und den Ablauf Schritt für Schritt erklärt unser Ratgeber Heizungsförderung 2026.
Ab 2027: neue Fördersätze für die Wärmepumpe
Die Förderrichtlinie legt schon heute fest, dass die Förderung ab 2027 in mehreren Stufen sinkt:
- Ab dem ersten Quartal 2027 beträgt die Grundförderung für Wärmepumpen 15 statt 30 Prozent, plus 15 Prozentpunkte Wertschöpfungs-Bonus, wenn die Wärmepumpe ihren Ursprung in der EU hat. Die übrigen Boni und die Obergrenze von 70 beziehungsweise 80 Prozent bleiben.
- Der Klimageschwindigkeits-Bonus sinkt von 16 Prozent auf 12 Prozent ab 1. Februar 2027, auf 8 Prozent ab 1. August 2027 und auf 4 Prozent ab 1. Februar 2028. Ab 1. August 2028 entfällt er.
- Die förderfähigen Kosten für die erste Wohneinheit sinken von 28.000 Euro auf 27.250 Euro ab 1. Februar 2027 und auf 26.500 Euro ab 1. August 2027.
- Ab dem ersten Quartal 2027 wird der Ersatz einer Wärmepumpe nicht mehr gefördert, die seit dem 1. Januar 2008 in Betrieb ist.
- Ab 1. Januar 2028 werden nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln gefördert, etwa Propan.
Für den häufigsten Fall, den Tausch einer alten Gasheizung ohne Einkommensbonus, heißt das: Heute sind es 46 Prozent von 28.000 Euro, also 12.880 Euro. Gelten die neuen Sätze, wären es ab Februar 2027 mit einer Wärmepumpe aus der EU 15 plus 15 plus 12 Prozent von 27.250 Euro, also 11.445 Euro, ohne EU-Ursprung 27 Prozent oder rund 7.360 Euro. Ein genaues Datum im ersten Quartal nennt die Richtlinie nicht. Bei der Umstellung im Juli 2026 behielten bereits zugesagte Anträge ihre Konditionen; wer die Wärmepumpe ohnehin plant, sollte den Antrag nicht aufschieben.
Steuerbonus statt Förderung: § 35c EStG
Statt des Zuschusses können selbstnutzende Eigentümer eine neue Heizung über die Einkommensteuer geltend machen. Nach § 35c Einkommensteuergesetz mindern 20 Prozent der Aufwendungen die Steuer, verteilt auf drei Jahre mit 7, 7 und 6 Prozent, insgesamt höchstens 40.000 Euro je Objekt. Das Gebäude muss bei Beginn der Maßnahme älter als zehn Jahre sein, die Maßnahme vor dem 1. Januar 2030 abgeschlossen werden, und der Fachbetrieb stellt eine Bescheinigung aus.
Beides zusammen geht nicht: Wer für dieselbe Maßnahme einen Zuschuss oder ein zinsverbilligtes Darlehen erhält, bekommt den Steuerbonus nicht, und auch § 35a für Handwerkerleistungen scheidet dann aus. Weil schon die Grundförderung 30 Prozent beträgt, ist der Zuschuss in den meisten Fällen die bessere Wahl. Im Zweifel rechnet Ihre Steuerberatung beides durch.
Angebote vergleichen und zum Festpreis kommen
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, mehrere Angebote einzuholen und sorgfältig zu vergleichen. Legen Sie die Angebote nebeneinander und prüfen Sie zuerst die Liste aus dem Abschnitt zu den Nebenkosten: Heizlastberechnung, Zählerschrank, hydraulischer Abgleich, Heizkörper, Anzahlung und Wartung. Erst wenn der Umfang gleich ist, sagt der Preis etwas aus.
Wir machen das Angebot für eine Wärmepumpe mit Einbau nach einem Termin vor Ort: Heizlast, Heizkörper, Aufstellort und Zählerschrank sehen wir uns an, bevor wir einen Preis nennen. Im Angebot steht jeder Posten einzeln, dazu der Fördersatz, der zu Ihrem Fall passt. Auf Wunsch zahlen Sie den Eigenanteil im Ratenmodell als monatliche Rate. Wie unsere Wärmepumpen geplant, eingebaut und gewartet werden, zeigt die Seite Wärmepumpe in Wiesbaden.

Wärmepumpe einbauen lassen in Wiesbaden
Wir planen die Wärmepumpe nach Heizlast, nennen nach dem Termin vor Ort einen Festpreis mit allen Posten und unterstützen Sie beim Förderantrag. Auf Wunsch im Ratenmodell.
Zur Wärmepumpen-InstallationStand: 10/2026. Euro-Angaben sind Marktwerte, Modellrechnungen oder Herstellerangaben aus den genannten Quellen, keine Preiszusage und keine Preise der Rieth GmbH. Fördersätze nach der Förderrichtlinie BEG EM vom 17.08.2026.
- Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Wärmepumpen-Angebote im Check, Pressemitteilung vom 02.07.2026, und Auswertung Angebote Wärmepumpen 2026 (160 Angebote, erstellt September 2025 bis April 2026).
- co2online, Luft-Wasser-Wärmepumpe: Kosten und Förderung, Gasheizung auf Wärmepumpe umrüsten, Erdwärmepumpe und Wasser-Wasser-Wärmepumpe (Beispielabrechnung und Modellrechnungen).
- Bosch Home Comfort, Erdwärmepumpe: Kosten (unverbindliche Preisempfehlungen).
- Fraunhofer ISE, Abschlussbericht WP-QS im Bestand, November 2025 (Jahresarbeitszahlen von Luft- und Erdwärmepumpen).
- Verbraucherzentrale, Kosten und Förderung: Womit muss ich bei einer Wärmepumpe rechnen?, Stand 17.04.2026.
- co2online, Heizspiegel 2026, Pressemitteilung vom 22.09.2026 (Abrechnungsjahr 2025, Prognose 2026), und Ölheizung auf Wärmepumpe umrüsten (Öltank).
- BDEW, Strompreisanalyse August 2026; Verbraucherzentrale NRW, Marktcheck Wärmepumpenstromtarife, Februar 2026; Bundesnetzagentur, Steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG; Stadtwerke Wiesbaden Netz, Preisblatt Netzentgelte ab 01.01.2026.
- Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Förderrichtlinie BEG EM vom 17. August 2026, BAnz AT 27.08.2026 B1 (Nummern 5.3, 8.3.1, 8.4.1, 8.4.4, 8.4.6, Anlage 3.4.4); KfW, Merkblatt Programm 458, Stand 09/2026.
- § 35c EStG und § 35a EStG; Norm zur Heizlast: DIN EN 12831.