Wärmepumpe im Winter: Frost, Stromverbrauch und Einbau
Eine Wärmepumpe im Winter heizt auch bei zweistelligen Minusgraden zuverlässig, sie braucht dann nur mehr Strom. Wie viel Strom pro Tag realistisch ist, warum das Außengerät vereist und dampft und wann der Heizstab anspringt, erklären wir mit Zahlen aus dem Feldtest des Fraunhofer ISE. Dazu: warum Sie eine neue Wärmepumpe auch mitten im Winter einbauen lassen können.
Das Wichtigste in Kürze
- Luft-Wasser-Wärmepumpen heizen laut Herstellern bis minus 20 Grad, viele Modelle bis minus 25 oder minus 28 Grad. Bei Frost sinkt nur die Effizienz.
- Ein Haus mit 12.000 kWh Wärmebedarf im Jahr braucht bei 0 Grad rund 21 bis 24 kWh Strom pro Tag, bei minus 10 Grad rund 40 bis 45 kWh.
- Vereisung, Abtauen und Dampf am Außengerät sind normal. Ein Fall für den Kundendienst sind vor allem ein Eispanzer, der nicht mehr abtaut, und ein eingefrorener Ventilator.
- Der Heizstab lieferte im Fraunhofer-Feldtest nur 1,3 Prozent des Stroms von Luft-Wärmepumpen.
- Eine Wärmepumpe lässt sich auch im Winter einbauen, bei Rieth in drei Tagen. Die Heizung ist dabei in der Regel nur wenige Stunden aus, Warmwasser bleibt verfügbar.
Wärmepumpe bei Minusgraden: Sie heizt auch bei Frost
Bei Minusgraden arbeitet eine Wärmepumpe weiter, weil selbst eiskalte Außenluft noch Wärme enthält. Das Kältemittel im Außengerät verdampft schon weit unter dem Gefrierpunkt und nimmt diese Wärme auf. Bosch nennt für übliche Luft-Wasser-Wärmepumpen einen Betrieb bis minus 20 Grad, manche Modelle schaffen minus 25 Grad. In den Datenblättern stehen zum Beispiel minus 25 Grad für die Vaillant aroTHERM plus und die Stiebel Eltron WPL-A HK Premium und minus 28 Grad für die Daikin Altherma 3 H HT. Auch bei minus 15 Grad heizt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe also weiter. Im Rhein-Main-Gebiet sind solche Temperaturen ohnehin die große Ausnahme.
Was bei Minusgraden sinkt, ist die Effizienz. Je größer der Abstand zwischen der Temperatur draußen und der Vorlauftemperatur der Heizung, desto mehr Strom braucht die Wärmepumpe für dieselbe Wärme. Dass Wärmepumpen auch im Altbau effizient heizen, zeigt der Feldtest des Fraunhofer ISE: Luft-Wärmepumpen in Bestandsgebäuden der Baujahre 1826 bis 2001 erreichten im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 3,4 (Spanne 2,6 bis 4,9), Erdwärmepumpen 4,3. Selbst im Januar lag die Monatsarbeitszahl der Luft-Wärmepumpen im Mittel bei 2,9. Was das für Ihr Haus bedeutet, lesen Sie auf unserer Seite zur Wärmepumpe im Altbau.
Wirkungsgrad im Winter: COP bei 0 Grad und bei Frost
Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe heißt Leistungszahl oder COP. Er gibt an, wie viele Kilowattstunden Wärme aus einer Kilowattstunde Strom entstehen. Die Tabelle zeigt typische Werte bei 35 Grad Vorlauf, wie sie eine Fußbodenheizung braucht:
| Außentemperatur | COP (Richtwerte Bosch) | Beispiel Stiebel Eltron WPL-A 07 |
|---|---|---|
| plus 7 Grad | 4,0 bis 4,6 | 5,42 |
| plus 2 Grad | 3,4 bis 3,8 | 4,30 |
| 0 Grad | 3,3 bis 3,7 | keine Angabe |
| minus 7 Grad | 2,9 bis 3,2 | 2,93 |
| minus 10 Grad | 2,6 bis 2,9 | keine Angabe |
Der COP ist ein Laborwert für einen einzelnen Betriebspunkt nach der Norm EN 14511. Für Ihre Stromrechnung zählt die Jahresarbeitszahl, also der Durchschnitt über ein ganzes Jahr mit kalten und milden Tagen. Wie beides zusammenhängt, erklären wir im Ratgeber Stromverbrauch einer Wärmepumpe.
Stromverbrauch pro Tag im Winter: So rechnen Sie ihn aus
Ein Einfamilienhaus mit 12.000 kWh Wärmebedarf im Jahr braucht im Winter rund 15 bis 45 kWh Strom pro Tag: bei 0 Grad etwa 21 bis 24 kWh, bei minus 10 Grad etwa 40 bis 45 kWh. Den Stromverbrauch einer Wärmepumpe pro Tag im Winter berechnen Sie mit einer einfachen Formel: Wärmebedarf pro Tag ÷ COP = Strom pro Tag.
Den Wärmebedarf eines Tages schätzen Sie aus dem Jahresbedarf. Auf den Januar entfallen nach der Gradtagszahlen-Methode rund 17 Prozent des Jahres. An kälteren Tagen steigt der Bedarf im Verhältnis zur Differenz zwischen 20 Grad innen und der Tagesmitteltemperatur außen. So ergeben sich diese Werte, ohne Warmwasser:
| Tagesmittel außen | Strom pro Tag (12.000 kWh) | Strom pro Tag (20.000 kWh) | Angesetzter COP | Wärme pro Tag (12.000 kWh) |
|---|---|---|---|---|
| plus 5 Grad | 14 bis 16 kWh | 23 bis 26 kWh | 3,8 bis 4,3 | rund 58 kWh |
| 0 Grad | 21 bis 24 kWh | 35 bis 40 kWh | 3,3 bis 3,7 | rund 78 kWh |
| minus 5 Grad | 29 bis 32 kWh | 49 bis 54 kWh | 3,0 bis 3,3 | rund 97 kWh |
| minus 10 Grad | 40 bis 45 kWh | 67 bis 75 kWh | 2,6 bis 2,9 | rund 117 kWh |
Die Tabelle rechnet mit Laborwerten. In echten Anlagen liegt der Verbrauch höher: Im Fraunhofer-Feldtest lag die Arbeitszahl im Januar bei 2,9, bei einem Monatsmittel von 3,1 Grad. Das Beispielhaus braucht damit schon an einem durchschnittlichen Januartag rund 23 kWh, mit Laborwerten wären es nur 17 bis 19 kWh. Bosch nennt für Tage um 0 Grad 15 bis 25 kWh und für sehr kalte Tage über 50 kWh. Eine Wärmepumpe, die 50 kWh am Tag verbraucht, ist also bei strengem Frost oder in einem großen, wenig gedämmten Haus nicht ungewöhnlich. Im wenig gedämmten Altbau mit 20.000 kWh Wärmebedarf liegt der Stromverbrauch pro Tag im Winter schon bei 0 Grad bei 35 bis 40 kWh, mit Heizkörpern und höherem Vorlauf noch darüber.
Wie viel Strom ein Einfamilienhaus mit Wärmepumpe pro Tag braucht, hängt vor allem von drei Dingen ab: vom Wärmebedarf des Gebäudes, von der Vorlauftemperatur und von der Außentemperatur. Laut Bosch fallen 40 bis 60 Prozent des Jahresstroms in die Monate Dezember bis Februar. Bei einem Wärmepumpentarif von 30 Cent je kWh kostet ein durchschnittlicher Januartag im Beispielhaus knapp 7 Euro. Setzen Sie für Ihre Rechnung Ihren eigenen Tarif ein.
Vereisung, Abtauen und Dampf: Was normal ist
Dass eine Wärmepumpe im Winter vereist, gehört zum Betrieb. Die Lamellen des Außengeräts sind kälter als die Außenluft, die Luftfeuchtigkeit schlägt sich darauf nieder und gefriert. Laut Bosch passiert das am stärksten bei feuchtem Wetter zwischen plus 5 und minus 5 Grad. Deshalb vereist eine Wärmepumpe auch bei Plusgraden, oft stärker als bei trockenem Frost.
Eine vereiste Wärmepumpe taut das Eis selbst ab. Beim Abtauen kehrt ein Ventil den Kältekreis um, heißes Kältemittel strömt durch das Außengerät und schmilzt das Eis, der Ventilator steht still. Die Wärme dafür kommt aus dem Heizungswasser. Ein Abtauvorgang dauert nach Angaben von Bosch etwa 3 bis 10 Minuten und wiederholt sich mehrmals am Tag. Dabei steigt oft eine weiße Wolke auf: Die Wärmepumpe dampft, weil das Schmelzwasser verdunstet. Vaillant schreibt in seiner Anleitung, dass Sie bei solchen Dunstschwaden nichts unternehmen müssen. Auch Zischen und Rauschen beim Umschalten sind normal.
Das Schmelzwasser muss frostfrei abfließen. Ist der Kondensatablauf nicht frostsicher verlegt, bildet sich unter dem Gerät eine Eisfläche, im ungünstigen Fall eine Vereisung auf dem Gehweg. Fachgerecht läuft das Kondensat über ein Fallrohr in ein Kiesbett unterhalb der Frostgrenze, bei Wandmontage hilft eine elektrische Begleitheizung.
„Dass das Außengerät im Winter dampft oder kurz vereist, ist kein Defekt, sondern Teil der Abtauung. Bedenklich wird es erst, wenn sich ein Eispanzer bildet, der nicht mehr abtaut. Dann lieber früh anrufen, bevor der Heizstab die Arbeit übernimmt und die Stromrechnung steigt.“
Andreas Marth, Geschäftsführer und Betriebsleiter der Rieth GmbHWann die Vereisung ein Fall für den Kundendienst ist
Vereist die Wärmepumpe ständig, prüfen Sie zuerst selbst, ob Laub oder Schnee den Luftein- oder -auslass versperrt. Bosch rät, danach 30 bis 90 Minuten abzuwarten und die Anlage dabei nicht auszuschalten. Rufen Sie einen Fachbetrieb, wenn eines dieser Anzeichen auftritt:
- ein geschlossener Eispanzer, der den Luftstrom blockiert und auch nach Stunden nicht abtaut
- ein eingefrorener Ventilator oder ein zugefrorener Kondensatablauf
- Vereisung nur an einer Stelle des Geräts oder Vereisung im Sommer
- ein Heizstab, der ständig mitläuft, sichtbar an einem stark steigenden Stromverbrauch
Wichtig beim Enteisen: Hacken Sie kein Eis ab, gießen Sie kein heißes Wasser über das Gerät und decken Sie es im Betrieb nicht ab. Die Lamellen sind empfindlich, und ohne Luftstrom kann die Anlage nicht arbeiten. Taut eine vereiste Wärmepumpe nicht mehr ab oder zeigt sie eine Störung, hilft unser Kundendienst für die Wärmepumpen-Reparatur.
Heizstab und Bivalenzpunkt: Wann der Heizstab anspringt
Der Heizstab springt erst an, wenn die Außentemperatur unter den Bivalenzpunkt fällt. Üblich sind laut Viessmann Werte zwischen 0 und minus 7 Grad, je nach Haus und Auslegung. Im Fraunhofer-Feldtest setzte der Heizstab bei den Anlagen, die ihn überhaupt nutzten, erst bei Tagesmitteln von etwa minus 2 bis minus 4 Grad ein, und zwar nur an Tagen, an denen die Wärmepumpe ohnehin durchgehend unter Volllast lief.
Die meisten Luft-Wärmepumpen haben einen elektrischen Heizstab als Reserve. Fachleute nennen das monoenergetischen Betrieb, weil beide Wärmeerzeuger mit Strom laufen. Als Reserve für wenige sehr kalte Tage ist ein Heizstab sinnvoll, sein Anteil bleibt klein: Im Feldtest lieferte er 1,3 Prozent des Stroms aller Luft-Wärmepumpen, bei der Hälfte der monoenergetischen Anlagen lief er so gut wie gar nicht. Bosch nennt als Grenze, dass der Heizstab nicht mehr als 5 Prozent des Gesamtverbrauchs ausmachen sollte.
Läuft der Heizstab ständig, ist meist die Wärmepumpe zu klein ausgelegt, der Bivalenzpunkt zu hoch eingestellt oder ein Fühler defekt. Damit der Heizstab nicht unnötig mitläuft, muss die Fachfirma den Bivalenzpunkt bei der Inbetriebnahme richtig einstellen und bei jeder Wartung prüfen.
Frostschutz, Schnee und Stromausfall
Jede Wärmepumpe hat eine eingebaute Frostschutzfunktion: Fällt das Heizwasser unter etwa 4 Grad, startet die Heizungspumpe. Diese Funktion arbeitet nur, wenn die Anlage eingeschaltet bleibt. Schalten Sie die Wärmepumpe im Winter deshalb nie ganz ab, auch nicht im Urlaub. Nutzen Sie stattdessen den Urlaubsmodus. Ausnahme ist ein langer Stromausfall bei Frost, dazu unten mehr.
Halten Sie das Außengerät von Schnee frei, vor allem die Lamellen und das Gitter. Schon bei der Planung gehört das Gerät an einen Platz, an dem sich kein Schnee türmt, auf ein erhöhtes Fundament mit frostfreier Gründung und mit einer Drainage für das Schmelzwasser.
Was bei Stromausfall im Winter passiert
Bei einem längeren Stromausfall steht die Wärmepumpe still, und die Frostschutzfunktion fällt aus. Gefährdet sind vor allem Monoblock-Geräte, bei denen Heizungswasser durch das Außengerät fließt. Split-Geräte führen nach außen nur Kältemittel. Schützen lässt sich der Heizkreis durch eine Systemtrennung mit Frostschutzgemisch oder durch stromlose Frostschutzventile, die den Kreis nach Angaben der Fachzeitschrift SBZ bei etwa 3 Grad entleeren.
Stand die Anlage bei Frost lange ohne Strom, schalten Sie sie erst nach der Prüfung durch einen Fachbetrieb wieder ein. Das empfehlen auch die Verbände der Heizungsbranche. Beim großen Stromausfall in Berlin im Januar 2026, der bis zu 100 Stunden dauerte, hatten laut TGA Fachplaner etwa 10 Prozent der Anlagen Schäden, vor allem an Außenleitungen. Totalschäden gab es keine, und gewartete Anlagen waren seltener betroffen.
Tipps für den Winterbetrieb: Heizkurve statt Thermostat
Wird es mit der Wärmepumpe im Winter zu kalt, liegt das selten an der Technik und meist an der Einstellung. Entscheidend ist die Heizkurve, nicht das Thermostat am Heizkörper. Der Bundesverband Wärmepumpe empfiehlt dieses Vorgehen:
- Thermostate ganz öffnenIn den täglich genutzten Räumen bleiben die Thermostatventile offen. Die Raumtemperatur regelt die Wärmepumpe über die Vorlauftemperatur.
- Vorlauf schrittweise senkenDie Heizkurve in kleinen Schritten von 0,5 Grad absenken, bis der kühlste Raum gerade noch warm genug ist. Bei Fußbodenheizung jeweils rund 36 Stunden abwarten.
- Bei verschiedenen Temperaturen nachjustierenDen Test bei etwa minus 10, 0 und plus 10 Grad wiederholen, damit die Kurve über den ganzen Winter passt.
- Auf Nachtabsenkung verzichtenDer Bundesverband Wärmepumpe rät davon ab: Das Wiederaufheizen am Morgen braucht eine höhere Vorlauftemperatur und senkt die Effizienz.
Laut Bundesverband Wärmepumpe spart jedes Grad weniger Vorlauf rund 2,5 Prozent Strom. Zwar schaffen manche Hochtemperatur-Wärmepumpen eine Vorlauftemperatur von 70 Grad, Viessmann gibt das für die Vitocal 250-A bis minus 10 Grad Außentemperatur an. Effizient ist ein so hoher Vorlauf aber nicht. Vaillant empfiehlt, am kältesten Tag möglichst nicht über 55 Grad Vorlauf zu gehen; laut Bosch erhöhen Vorlauftemperaturen über 50 Grad im Winter den Stromverbrauch. Im Fraunhofer-Feldtest lag die mittlere Heizkreistemperatur über alle Anlagen bei 36 Grad. Wie Sie hohe Vorlauftemperaturen im Altbau vermeiden, lesen Sie im Ratgeber Nachteile einer Wärmepumpe.
Wärmepumpe im Winter einbauen: Ablauf, Dauer, Warmwasser
Eine Wärmepumpe im Winter einbauen zu lassen ist kein Problem. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe lässt sich das ganze Jahr installieren, nur Erdwärmepumpen sind bei gefrorenem Boden wegen der Erdarbeiten eingeschränkt. Wie lange dauert der Einbau einer Wärmepumpe? Bei Rieth dauert der Tausch einer Gas- oder Ölheizung gegen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus drei Tage, auch im Winter. Wie wir dabei vorgehen, von der Heizlast bis zur Inbetriebnahme, steht auf unserer Seite Wärmepumpe installieren lassen.
Entscheidend für den Heizungstausch im Winter ist, wie lange das Haus ohne Wärme bleibt. Bei Rieth bereiten wir den Umbau so vor, dass Vorarbeiten wie Fundament, Leitungen und Elektrik erledigt sind, solange die alte Heizung noch läuft. Die alte Anlage arbeitet weiter, bis die neue angeschlossen ist. Aus ist die Heizung nur für den Umschluss, in der Regel wenige Stunden, und Ihr Haus kühlt in dieser Zeit in der Regel nicht aus. Warmwasser bleibt verfügbar, dafür setzen wir während der Umbauzeit ein Übergangsgerät ein.
Mobile Heizzentrale bei Heizungsausfall
Ist die alte Heizung bereits ausgefallen, überbrückt eine mobile Heizzentrale die Zeit bis zum Einbau der Wärmepumpe. Das ist eine Heizung auf Zeit, die vor dem Haus oder im Heizraum an das Heizungsnetz angeschlossen wird. Bei einem Heizungsdefekt zählt die Miete dafür für bis zu ein Jahr zu den förderfähigen Kosten der KfW-Heizungsförderung.

Wärmepumpe einbauen, ohne dass das Haus auskühlt
Wir planen den Tausch so, dass Heizung und Warmwasser nur kurz unterbrochen sind. Beratung, Heizlast, Förderantrag und Montage aus einer Hand im Rhein-Main-Gebiet.
Zur Wärmepumpen-InstallationDer richtige Zeitpunkt: Förderantrag und Vorlauf
Planen Sie den Einbau mit Vorlauf. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima meldete im April 2026 einen Auftragsbestand der Betriebe von durchschnittlich 11,5 Wochen. Für die KfW-Förderung (Programm 458) gilt laut Merkblatt eine feste Reihenfolge:
- Bestätigung zum AntragDer Fachbetrieb erstellt die Bestätigung zum Antrag.
- Vertrag mit BedingungSie schließen einen Liefer- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung, der an die Förderzusage geknüpft ist.
- Antrag und ZusageErst danach stellen Sie den Antrag. Mit dem Einbau beginnen wir nach der Zusage.
Den Klimageschwindigkeitsbonus für den Austausch einer alten fossilen Heizung gibt es bei Anträgen bis 31. Januar 2027 noch mit 16 Prozent. Danach sinkt er halbjährlich. Alle Einzelheiten stehen in unserem Ratgeber zur Heizungsförderung 2026.
Stand: 10/2026. Förderbedingungen und Herstellerangaben ändern sich. Wir prüfen den aktuellen Stand vor jedem Angebot.
- Fraunhofer ISE, Abschlussbericht WP-QS im Bestand, November 2025, und Pressemitteilung vom 3. November 2025 (Jahres- und Monatsarbeitszahlen, Heizstab, Heizkreistemperaturen).
- Bosch Home Comfort, Ratgeber Wärmepumpe im Winter, Wärmepumpe vereist und Wärmepumpe einbauen.
- Herstellerangaben: Vaillant aroTHERM plus, Anleitung, Vaillant zur Installation, Stiebel Eltron WPL-A HK Premium, technische Daten, Daikin Altherma 3 H HT Produktkatalog, Viessmann Vitocal 250-A und Viessmann zum Bivalenzpunkt.
- Bundesverband Wärmepumpe, Tipps und Tricks für den Betrieb (Heizkurve, Nachtabsenkung, Vorlauftemperatur).
- Gradtagszahlen nach VDI 3807, Deutscher Wetterdienst, als Grundlage des Rechenbeispiels.
- Stromausfall Berlin Januar 2026: TGA Fachplaner und SBZ.
- KfW, Merkblatt Programm 458, Stand 09/2026, und ZVSHK-Konjunkturumfrage April 2026.